Liebfrauentag

Fastenzeit: Kirchen in Frankfurt bieten Aktionen an

Gläubige mit wenig Zeit können sich zum Start der Fastenzeit an der Liebfrauenkirche in Frankfurt ein „Aschenkreuz to go“ abholen.

Verzicht auf Dinge wie Fernsehen, Handy oder Auto kann schwierig sein. „Ich werde in diesem Jahr Süßigkeiten und Alkohol fasten“, sagt Pfarrer Volker Rahn von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. „Das hat natürlich auch gesundheitliche Beweggründe, aber im Kern geht es um geistliche Reinigung, um Besinnung.“ Also den Verzicht im Inneren. Ähnlich sieht es Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker (CDU). Für ihn ist das Fasten eine Chance für jeden, ob gläubig oder nicht, seine Gewohnheiten zu überdenken. Christen gedenken in der heute beginnenden 46-tägigen Fastenzeit des Leidenswegs Christi.

Die Evangelische Kirche in Deutschland veranstaltet dazu auch in diesem Jahr wieder ihre Fastenaktion „7 Wochen ohne“. Unter dem Motto „Zuversicht! Sieben Wochen ohne Pessimismus“ sollen die Menschen dazu ermutigt werden, ihren Sorgen und Ängsten weniger Raum zu geben. Nicht die Probleme sollen im Vordergrund stehen, sondern das Machbare. Bürgermeister Becker sagt hierzu: „Zuversicht und Hoffnung sollten unser Handeln bestimmen und nicht Hass und Ausgrenzung.“ In der Fastenzeit könne man sich an wichtige Werte erinnern und diese in seinen Alltag aufnehmen.

In der Innenstadt widmet die Katharinenkirche beginnend mit dem heutigen Aschermittwoch jeden Mittwoch bis einschließlich 8. April einer anderen Person, der Jesus gegen Ende seines Lebens begegnete. Das Motto lautet „Gekreuzte+Wege“, Beginn ist jeweils um 18 Uhr.

Die katholische Kirchengemeinde St. Ignatius bietet in diesem Jahr gleich mehrere Aktionen, mit denen sie die Menschen in der Fastenzeit unterstützen will. Außer für einen wöchentlichen Brief können sich Interessierte auch für ein „mobiles Fastenelixier“ anmelden. Dann erhalten sie während der Fastenzeit via Whatsapp und Telegram mehrere Nachrichten am Tag mit Impulsen für einen persönlichen Weg durch die Fastenzeit.

Für Katholiken mit wenig Zeit bietet die Liebfrauenkirche in der Innenstadt heute das „Aschenkreuz to go“ an. Jeweils um 12, 13, 15 sowie 16 Uhr können sie im Innenhof der Kirche an einer kurzen Andacht teilnehmen, bei der das Aschenkreuz ausgeteilt wird. Dieses wird an Aschermittwoch Gläubigen traditionell durch einen Priester mit den Worten „Gedenke Mensch, dass Du Staub bist und zum Staub zurückkehrst“ auf die Stirn gemalt. Es steht für Vergänglichkeit und Neuanfang.

Außerdem finden heute um 7, 10, 18 und 20 Uhr Eucharistiefeiern in der Liebfrauenkirche statt. Die anderen katholischen Kirchen begehen den Aschermittwoch ebenfalls mit eigenen Gottesdiensten. Diese finden üblicherweise am Morgen oder Abend statt. Auch dort wird das Aschenkreuz ausgeteilt.

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