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Hier herrscht wirklich Spannung hinter den Kulissen.
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Hier herrscht wirklich Spannung hinter den Kulissen.

Strom für Frankfurt

Fast unsichtbar

OB Roth, Mainova-Vorsitzender Alsheimer und Technikvorstand Zientek nehmen die erste Schaltung im neuen unterirdischen Umspannwerk in der Liesel-Christ-Anlage vor.

Von Holger Busch

Fast unsichtbar wird künftig der Strom für die Frankfurter Innenstadt und große Teile des Bankenviertels verteilt. Aber eben nur fast, denn ein kleiner Klotz, etwa so groß wie eine Garage, ragt nun aus der Erde. Er gehört zum neuen Umspannwerk, das in den vergangenen 24 Monaten in die historische Wallanlage an der Hochstraße gepflanzt worden ist. Knapp ein Jahr nach dem Richtfest nahmen Oberbürgermeisterin Petra Roth, Mainova-Vorstandsvorsitzender Constantin Alsheimer und Technikvorstand Joachim Zientek am Mittwoch die erste Schaltung an der überwiegend unterirdischen Anlage nahe dem Eschenheimer Turm vor. Die 110000 Volt-Anlage stand somit das erste Mal unter Spannung.

In den kommenden Wochen und Monaten soll die Energiezentrale dann nach und nach die Stromversorgung der Innenstadt und des Bankenviertels übernehmen. Die Funktion des mehr als vierzig Jahre alten Umspannwerkes direkt nebenan wird dabei komplett ersetzt. Für mehrere Monate wird es zunächst noch einen parallelen Betrieb der beiden Anlagen geben, im Sommer 2011 soll das alte Werk dann abgeschaltet werden. Das Gelände wird anschließend an einen Investor übergeben, der das triste Bauwerk abreißen und dort ein neues Luxushotel errichten will.

In 17 Metern Tiefe sei „eines der modernsten und leistungsstärksten unterirdischen Umspannwerke Europas“ geschaffen worden, sagte Zientek. Die Technik in dem 45 Meter langen und 25 Meter breiten Bauwerk ist insgesamt leistungsfähiger als die seines Vorgängers. Der 25 Millionen Euro teure Bau sei so konzipiert worden, dass die Stromversorgung in den zugeordneten Gebieten für die nächsten 40 Jahre gewährleistet werden könne, erläuterte Zientek die großen Kapazitäten des neuen Werkes. Oberbürgermeisterin Roth, die gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzende von Mainova ist, betonte in ihrer Rede vor allem die Bedeutung der zuverlässigen Stromversorgung als wichtigen Standortfaktor für die Stadt. Frankfurt sei etwa mit dem Bankenviertel eines der anspruchsvollsten Versorgungsgebiete Deutschlands.

Nur knapp ein Prozent Gebäudeanteil des neuen Werkes ragt nun aus der Erde in der Liesel-Christ-Anlage hinter dem Hilton-Hotel. Dies sei nicht alltäglich und eine enorme Herausforderung für die Architekten gewesen, sagte Zientek. Der Charakter der Anlage „als grüne Oase mitten in der Stadt“ könne damit beibehalten werden. Der noch zu sehende Klotz, der für Belüftung und Kühlung des Werkes wichtig ist, soll in die umliegende Grünanlage vollständig integriert werden. Bis zum Ende der Bauarbeiten an der Anlage im Sommer 2011 werden außerdem alle aufgerissenen Flächen wiederbepflanzt.

Womöglich kann die Grünanlage von der Baumaßnahme sogar noch profitieren. So wurden während der Bauarbeiten Teile der alten Stadtmauer aus dem 14. und 17. Jahrhundert entdeckt. Die Steine wurden freigelegt und abgetragen. Nach Fertigstellung der Bauarbeiten sollen Fragmente der Mauer in der Wallanlage wieder aufgerichtet werden.

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