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Eintracht Frankfurt: Ansturm der Eintracht-Fans auf Flugtickets nach Barcelona

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Von: Georg Leppert

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Das Traumlos von Eintracht Frankfurt in der Europa League lässt die Preise für Reisen von Frankfurt nach Katalonien explodieren.

Frankfurt - Es war eine Eskalation mit Ansage. Kaum war im schweizerischen Nyon das Los gezogen worden, wonach die Eintracht in der nächsten Runde der Europa League gegen den FC Barcelona spielt, konnten die Eintracht-Fans live erleben, was Turbokapitalismus bedeutet. Flüge, die bis kurz vor der Auslosung um die 200 Euro gekostet hatten, waren auf den bekannten Reiseportalen plötzlich für die doppelte oder dreifache Summe zu haben.

Teilweise brachen die Seiten auch einfach zusammen – womöglich weil zu viele Menschen aus Frankfurt und Umgebung dieselbe Suchanfrage gestartet hatten. Und so führte das Traumlos bei vielen Anhängerinnen und Anhängern von Eintracht Frankfurt auch zu einem gewissen Frust. „Ich komme da nie hin“, stöhnte etwa ein Fan aus dem Kreis Offenbach im Gespräch mit der FR, nachdem er eine Stunde vergeblich versucht hatte, zu buchen.

Camp Nou, das Stadion des FC Barcelona, ist nach der Auslosung in der Europa League das Ziel tausender Fans von Eintracht Frankfurt.
Camp Nou, das Stadion des FC Barcelona, ist nach der Auslosung in der Europa League das Ziel tausender Fans von Eintracht Frankfurt. © Sven Hoppe/dpa

Eintracht Frankfurt gegen FC Barcelona: Traumlos in der Europa League

Schon in der Nacht auf Freitag war an der S-Bahnstation Stadion und in den wenigen noch geöffneten Bars munter spekuliert worden, gegen wen die Frankfurter Fußballer wohl im Viertelfinale spielen werden. Um Punkt 23.30 Uhr hatte Publikumsliebling Martin Hinteregger einen Spieler von Betis Sevilla derart bedrängt, dass dieser den Ball ins eigene Tor beförderte. Es war der entscheidende Treffer, kurze Zeit später pfiff der Schiedsrichter das Spiel ab, und erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie herrschte im Frankfurter Stadion ekstatische Stimmung. Die Eintracht im Viertelfinale, und die meisten Fans waren sich einig. Nächster Gegner sollte werden: Glasgow Rangers, West Ham United oder eben der FC Barcelona.

Dass es nun der Spitzenklub aus Katalonien geworden ist, hat für reiselustige Fans Vor- und Nachteile. Auf der einen Seite: Es gibt immerhin viele Flüge rund um das Auswärtsspiel am 14. April, und das Stadion ist derart groß, dass die Chancen auf Tickets gut stehen. Aber: Es wollen eben auch so ziemlich alle Fans, die je ein Auswärtsspiel besucht haben, dorthin reisen. „Das wird richtig gut, wir werden dort mit sehr vielen Leuten aufschlagen“, sagte auch Ina Kobuschinski, die Vorsitzende des Fanclubverbands. Entsprechend teuer sind die Flüge, für unter 500 Euro gab es am Freitagmittag kaum Angebote – sofern man nicht lange Umwege über Madrid oder andere Städte in Kauf nimmt.

Das Hinspiel zwischen Eintracht Frankfurt und „Barca“ wird bereits am 7. April in Frankfurt ausgetragen. Das Stadion wird ausverkauft sein. Und auch wenn es diesmal wirklich so aussieht, dass die Eintracht das Stadion trotz der Pandemie komplett füllen darf: Auf dem Schwarzmarkt dürften demnächst Tickets für Mondpreise gehandelt werden. (Georg Leppert)

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