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In Niederrad wird es manchmal eng für die Linie 21.
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In Niederrad wird es manchmal eng für die Linie 21.

Mobilität in Frankfurt

Falschparker sollen Straßenbahnen nicht stören

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Wenn ein Auto zu dicht am Gleis parkt, kommt die Bahn nicht vorbei. In Frankfurt passiert das ständig. Ein Pilotprojekt soll Abhilfe schaffen.

An der Schwarzwaldstraße in Niederrad passiert es rund 30-mal im Jahr: Autos parken so dicht an den Gleisen, dass die Straßenbahn nicht mehr vorbei kommt. Dann stoppt die Tram, Autofahrende hupen, und wenn die falsch parkende Person dann immer noch nicht zum Auto kommt, um umzuparken oder wegzufahren, wird der Abschleppdienst gerufen.

Das kann dauern. So lange harren die Fahrgäste aus. Nicht nur in der betroffenen Tram, sondern auch an den kommenden Haltestellen. Wenn eine Straßenbahn stockt, müssen auch die Straßenbahnen dahinter warten. Der ganze Fahrplan gerät durcheinander.

Schwarzwaldstraße: 106 Störungen

Allein in der Schwarzwaldstraße, wo die Linien 20 und 21 fahren, habe es von 2017 bis 2020 106 Störungen des Betriebs durch Falschparkende gegeben, teilte die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) mit. Sie hat nun ein Pilotprojekt gestartet, das ein Jahr dauern soll, um zu testen, wie das Falschparken verhindert werden kann.

Das Pilotprojekt funktioniert so: Auf zehn Parkplätzen sind sogenannte Placeboards eingebaut. Das sind Sensoren, die aussehen wie überdimensionierte Eishockeypucks. Diese Sensoren melden einem IT-System per Funk, wenn ein Auto auf dem Parkplatz parkt. Das IT-System gibt das Signal an Warnschilder weiter, die in der Nähe stehen. Auf den Warnschildern steht „Bitte Bordsteinkante freihalten. Straßenbahnbetrieb“. Die Warnschilder blinken an den Seiten rot.

Den Menschen, die dort parkten, solle damit signalisiert werden, „guckt bitte noch mal, ob ihr euer Auto so stehen gelassen habt, dass die Straßenbahnen vorbei kommen“, erläutert Projektleiter Rainer Willig.

Fortführung des Projekts möglich

Alle Parkplätze in der Schwarzwaldstraße sind außerdem mit einer weißen Linie zum Gleis versehen. Damit sollte eigentlich klar sein, wann ein Auto korrekt eingeparkt ist und wann nicht. Für die Übertragung des Signals nutzt die VGF die Funktechnik „LoRaWAN“ der Mainova. Das steht für Long Range Wide Area Network.

Damit können kleine Datenpakete mit wenig Energie übertragen werden. Die Pucks in der Schwarzwaldstraße brauchen keinen Stromanschluss. Eine Batterie reicht. Personenbezogene Daten werden nicht erfasst.

Wenn in einem Jahr deutlich weniger als 30 Störungen wegen Falschparkens in der Schwarzwaldstraße gemeldet werden, kann das Projekt als Erfolg gelten.

Dann werden die Pucks auf weiteren Parkplätzen, die sehr nahe an Gleisen sind, installiert.

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