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Fake News

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Von: Claus-Jürgen Göpfert, Georg Leppert

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Bob Dylan - kommt er am 25. April nach Frankfurt oder nicht?
Bob Dylan - kommt er am 25. April nach Frankfurt oder nicht? © dpa

Bob Dylan fährt am 10. Dezember nicht zur Verleihung des Nobelpreises. Dafür kommt er am 25. April nach Frankfurt. Wahr oder falsch?

Göpfert: Wir machen jetzt einfach mal einen Test …

Leppert:… du willst mich doch nur aufs Glatteis führen …

Göpfert: … aber Fake-News liegen schwer im Trend …

Leppert: … und wir im Römer sind absolute Spezialisten für so was.

Genau so ist es. Fake-News sind ja plötzlich der allerheißeste Shit, um mal im amerikanischen Sprachduktus zu bleiben. Für langjährige Römer-Berichterstatter ist die ganze Aufregung allerdings schwer zu verstehen – schließlich geht es bei uns seit Jahrzehnten um Nachrichten, die auf der Kippe stehen zwischen Wahrheit und Lüge.

Zum Beispiel: Der sozialdemokratische Oberbürgermeister kommt auf die gute Idee, dem sozialdemokratischen Bundesaußenminister den städtischen Ignatz-Bubis-Preis für Verständigung zu verleihen.

Auf diese Weise erhält der OB einen glänzenden Auftritt vor großem Publikum in der Paulskirche gemeinsam mit dem designierten Bundespräsidenten. Und das ein Jahr vor der OB-Wahl. Beiden ist politisch gedient und dem Image der Stadt auch. Ist das nun wahr oder falsch?

Zum Beispiel: Bob Dylan fährt am 10. Dezember nicht zur Verleihung des Literaturnobelpreises nach Stockholm. Und schickt auch keine musikalischen Freunde auf den weiten Weg über den Atlantik nach Schweden bis auf Patti Smith. Stattdessen entscheidet sich Dylan dafür, am 25. April nach Frankfurt zu kommen und sogar seine Band mitzubringen. Wahr oder falsch?

Zum Beispiel: Königin Elisabeth II. hat es bei ihrem Frankfurt-Besuch 2015 so gut gefallen, dass sie wiederkommen will. Zwischen dem Buckingham-Palast und dem Römer ist als Termin der 95. Geburtstag Ihrer Majestät am 21. April 2021 im Gespräch. Wahr oder falsch?

Zum Schluss noch eine wirklich harte Nuss. In der Frankfurter CDU wächst die Unzufriedenheit darüber, dass sich Bürgermeister Uwe Becker schon vor geraumer Zeit selbst zum OB-Kandidaten für das Jahr 2018 ausgerufen hat. Immer mehr Parteifreunde halten Becker nicht für den geeigneten Herausforderer von OB Peter Feldmann.

Parteiintern wird die frühere Stadtverordnetenvorsteherin Bernadette Weyland massiv bedrängt, noch ihren Hut in den Ring zu werfen. Weyland hatte 2013 in der FR schon ihre Bereitschaft zur OB-Kandidatur erklärt, bevor sie als Staatssekretärin in die hessische Landesregierung weggelobt wurde. Jetzt überlegt die Politikerin, ob sie nicht doch noch antreten soll. Derweil rückt der entscheidende CDU-Kreisparteitag im Frühjahr immer näher.

Wahr oder falsch?

Claus-Jürgen Göpfert und Georg Leppert berichten für die FR aus dem Römer.

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