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Flughafen Frankfurt: Faire Löhne ist ein Urlaub wert

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Von: Jutta Rippegather

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Frankfurt, 14.12.2008
Nach Pandemie ist wieder mehr los am Flughafen © Andreas Arnold

Attraktive Arbeitsbedingungen sind besser, als Aushilfen aus dem Ausland zu holen.

Die Situation am Frankfurter Flughafen ist nicht vergleichbar mit dem Chaos-Wochenende in Köln oder Düsseldorf. Bei den Sicherheitskontrollen ist es der Bundespolizei gelungen, dass die Dienstleister nicht zu viel Personal abgebaut haben. Auch an den Check-in-Schaltern bilden sich derzeit keine unverhältnismäßig langen Warteschlangen. Anders als am Wochenende in Nordrhein-Westfalen haben in Hessen aber auch noch nicht die Schulferien begonnen. Und Fraport-Vorstand Stefan Schulte rühmt sich immer gerne damit, dass Frankfurt professionelles Management beherrscht.

An Schulte liegt es nicht, dass der Betrieb einigermaßen reibungslos läuft. Die geschrumpfte Belegschaft gibt alles, um die Kundschaft zufriedenzustellen. Auch die Bodenverkehrsdienste. Alleine – die Lücke ist zu groß, die die kurzsichtige Personalpolitik gerissen hat.

Das Anwerben von Aushilfen aus dem Ausland ist die zweitbeste Lösung. Sie müssen die Sprache lernen, die Sicherheitsüberprüfung absolvieren, bedürfen Unterkunft und Einarbeitung. Schneller geht es mit guten Arbeitsbedingungen, entfristeten Verträgen, attraktivem Lohn. Für einen Knochenjob im Schichtdienst muss spürbar mehr rausspringen, als ein paar Cent über dem Mindestlohn. Faire Bezahlung wird sich auch auf die Ticketpreise niederschlagen. Das muss uns Urlaub wert sein.

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