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Andreas Eibensteiner vom Fraport-Umweltmanagement hat ein Rad deponiert.

Verkehr in Frankfurt

20 Fahrradboxen am Flughafen

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Für Radler werden am Frankfurter Flughafen kostenpflichtige Mini-Garagen mit Ladestellen für Pedelecs eingerichtet.

Am Frankfurter Flughafen stehen nun 20 kleine Boxen, in denen Pendler ihre Räder einschließen können. Die Nutzung koste zwei Euro am Tag, fünf Euro pro Woche oder 15 Euro im Monat, teilte der Regionalverband Frankfurt Rhein-Main mit, der über das Pilotprojekt informierte. 
In den Boxen ließen sich auch die Batterien von Pedelecs aufladen. Sechs Boxen stünden am Busbahnhof P36 am Terminal 1, weitere sechs am internationalen Postzentrum (Gebäude 190). Die übrigen befänden sich in der Bessie-Coleman-Straße im Stadtteil Gateway Gardens und seien bereits an Firmen vermietet.

Dem Frankfurter Flughafen misst der Regionalverband großes Potenzial zu, eine Hochburg für Fahrradpendler zu werden. Rund 80 000 Menschen arbeiteten dort, 90 000 sollen es im Jahr 2021 sein. Auch der Flughafenstadtteil Gateway Gardens wachse - von derzeit 5000 auf dereinst 18 000 Menschen, die dort ihrer Arbeit nachgehen werden. „Das Pilotprojekt soll Signalwirkung haben“, auch für andere Gewerbegebiete, sagte Rouven Kötter, Erster Beigeordneter des Regionalverbands.

Derzeit kämen rund fünf Prozent der Beschäftigten mit dem Fahrrad zum Flughafen, sagte Wolfgang Scholze, der bei Fraport das Umweltmanagement leitet. „Wir hoffen, dass künftig noch mehr Menschen das Fahrrad nutzen.“ 

Als radfreundlich gelte eine Distanz von fünf bis sechs Kilometern, als pedelecfreundlich zwölf bis fünfzehn Kilometer. „Die Fahrradboxen unterstützen den Trend zum Pedelec, der dazu führt, dass mehr Menschen das Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit nutzen“, sagte Norbert Sanden, der Geschäftsführer des ADFC Hessen.

Gekostet haben die Boxen laut Regionalverband rund 50 000 Euro, weitgehend finanziert aus Fördermitteln von EU und Bund, welche der Regionalverband eingeworben habe. Weitere Projektpartner seien die Flughafenbetreiberin Fraport, die Stadt Frankfurt, der ADFC Hessen und die Gateway Gardens Grundstücksgesellschaft. 

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