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Obst und Gemüse aus der Region hilft auch bei der Klimawette.

Klimawette

Fahrrad: Mit dem Fahrrad – oder zu Fuß mit Schirm

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Start in die zweite Woche der FR-Klimawette mit neuen Beiträgen. FR-Leserinnen und -Leser berichten, wie sie Kohlendioxid sparen.

Klimawette, neue Woche. In Frankfurt blicken wir gespannt dem kommenden Freitag entgegen, an dem ein breites Umweltbündnis die Friedberger Landstraße in der abendlichen Rushhour lahmlegen will. Da geht es um Stickstoffoxide, die unserer Gesundheit schaden. Je weniger Autos fahren, desto weniger Kohlendioxid ist auch in der Luft. Und darum geht es bei der FR-Klimawette.

Wir, die FR und ihre Leserinnen und Leser, wollen bis zum 20. Februar mehr CO2 einsparen als das tüchtige Frankfurter Energiereferat. Dafür hatten wir in der ersten Woche schon viele Rückmeldungen und Beiträge, darunter etwa Wolfgang Schlich, der schuldbewusst den Schadstoffausstoß seines Autos auf die Karosserie schrieb und seither verstärkt mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt. Er ergänzt nun seinen Beitrag und schreibt uns: „Die Fahrzeiten des ÖPNV sind überraschenderweise nicht viel länger als mit dem Auto.“ Die Fahrpreise und mangelnde Pünktlichkeit macht er aber als großes Manko aus. Seine Vorschläge: Ein Arbeitswochenticket von Montag bis Freitag und eine 24-Stunden-Tageskarte (nicht von morgens bis Betriebsschluss) könnten helfen.

„Liebe Redaktion“, schreibt uns Anja Spangenberg, „ich werde dieses Jahr keine Kleidung bestellen.“ Das mache bei ihr durchschnittlich acht Pakete im Jahr aus, Retouren inbegriffen. So lässt sich die Atmosphäre von den Abgasen wenigstens einiger Lieferfahrzeuge befreien.

Was macht eigentlich Annemarie Hertsch aus Bad Homburg? „Ich mache auf keinen Fall mehr Kreuzfahrten auf Schiffen, die mit Schweröl fahren“, schreibt sie Und weiter geht’s: „Ich kaufe außer Bananen und Zitrusfrüchten nur regionales und saisonales Obst und Gemüse, also zurzeit Äpfel und Birnen und viele verschiedene Kohlsorten.“ Wie kommt sie an die klimafreundliche Ware? „Zum Einkaufen fahre ich mit dem Rad, wenn es regnet, laufe ich mit Schirm.“ Und schließlich: „Ich kaufe lieber kleinere Mengen an Lebensmitteln, so dass nichts verdirbt.“

Gut gemacht. Regelmäßig kommen auch Beiträge unserer lieben Leserinnen und Lesern aus der ganzen Republik. Für unsere Wette zählt mengenmäßig, was beide Seiten im Rhein-Main-Gebiet einsparen. Fürs Klima insgesamt zählt natürlich auch, was beispielsweise im hohen Norden getan wird. „Ich fahre seit 15 Jahren kein Auto mehr, esse kein Fleisch und habe in meiner Mietwohnung LED-Birnen“, schreibt Friederike Raum-Blöcher aus Hamburg. Sie kaufe etwa Kleidung und Dinge für die Wohnung in Geschäften, die fair und ökologisch produzierte Ware anbieten, und nur manchmal im Internet bei einem Anbieter, der ebenfalls fair und umweltfreundlich arbeitet. „Ich besitze ein Seniorenticket für Hamburg und eine Bahncard 50“, schließt sie. Dank und Grüße nach Hamburg.

Beim Energiereferat wird derzeit ausgerechnet, wie viel Kohlendioxid wir mit unserer Wette schon eingespart haben. Das ist nicht ganz einfach, deshalb wäre es hilfreich, möglichst genaue Angaben von Ihnen zu bekommen, etwa: Wie weit ist der Weg zur Arbeit, den Sie mit dem Fahrrad zurücklegen statt mit dem Auto? Wohin fahren Sie mit der Bahn in Urlaub, statt zu fliegen? Wie viel Strom oder Wärme produzieren Sie mit ihrer Solaranlage auf dem Dach?

Und, liebe FR-Familie: Bitte nicht böse sein, wenn Ihr Beitrag noch nicht in der Zeitung stand. Wir arbeiten einen nach dem anderen ab, alle kommen an die Reihe, auf Wunsch natürlich auch ohne Namensnennung. Wer noch nicht dabei ist: Machen Sie mit, es gibt auch was zu gewinnen! Als Hauptpreis kann eine Gruppe die FR besuchen, die Chefredaktion und Klimafachmann Joachim Wille treffen. Außerdem gibt es je 25 klimafreundliche Coffee-to-go-Becher und Klimasparbücher.

Beiträgezur Wette bitte per E-Mail an online@fr.de. Alles zur Klimawette unter www.fr.de/klimawette.

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