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Becher auffüllen am Trinkwasserbrunnen in der Freßgass.

Plastikfrei leben in Frankfurt

Trinkflasche kostenlos in Frankfurt auffüllen

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In einigen Geschäften in Frankfurt gibt es kostenloses Trinkwasser. Wer durstig ist, kann dort seine Trinkflasche wieder auffüllen. Ein Sticker verrät, wer bei der Aktion mitmacht.

Die Einkauftstour hat mal wieder länger gedauert und war auch anstrengender als gedacht. Die kleine Trinkflasche ist bereits leer, doch der Durst ist noch da. Jetzt könnte man einfach eine neue Flasche kaufen, um etwas zu trinken – oder man nutzt eine der Frankfurter Refill-Stationen, an denen man kostenlos Leitungswasser nachfüllen kann.

Seit drei Monaten gibt es das Projekt in Frankfurt. 13 Stationen an denen man nachfüllen kann, haben sich bisher gefunden – darunter drei Trinkwasserbrunnen. Jenny Fuhrmann hat Refill Frankfurt ins Leben gerufen. „Die Idee habe ich von einer Designerin aus Hamburg übernommen“, sagt die 27-Jährige. In der Elbestadt gibt es das Projekt seit gut eineinhalb Jahren - mit mehr als 100 Stationen. Eine Zahl, die sich Fuhrmann für Frankfurt auch gut vorstellen könnte.

Die Schwelle um mitzumachen, sei gar nicht hoch. „Jeder kann sich beteiligen“, sagt Fuhrmann. Bisher seien es vor allem Bistros und Cafés. Aber auch eine Physiotherapiepraxis und ein Bekleidungsgeschäft bieten kostenfreies Trinkwasser an. „Jeder öffentlich zugängliche Ort ist geeignet.“ Wer Teil der Aktion sein möchte, meldet sich bei Jenny Fuhrmann, wird in eine Übersichtskarte eingetragen und bekommt einen Sticker, der auch nach außen hin zeigt „Wir sind dabei“.

Das Konzept zieht langsam seine Kreise. Vor Frankfurt hatte es sich bereits in Wiesbaden etabliert. Bald soll es auch in Gießen Fuß fassen. Fuhrmann hofft auf viele weitere Teilnehmer, da es einige Geschäfte gebe, die es problemlos umsetzen könnten. Auch Einrichtungen, die schon längst kostenloses Trinkwasser anbieten, aber noch keinen Sticker haben, will Fuhrmann erreichen.

Mitstreiter gesucht

Auch Konkurrenzdenken bräuchte es nicht geben: je mehr mitmachen, desto besser für die Umwelt und für die Menschen. Die Umwelt zu schonen, war Fuhrmanns damalige Intention. „Ich wollte Müll vermeiden und kam schnell zu der Erkenntnis, dass der Verzicht auf Plastikflaschen den größten Effekt hat.“ Zwar sollte man Einwegflaschen nicht superlange zur Wiederauffüllung nehmen. Aber gerade Mehrwegflaschen könnten öfters benutzt werden. Oder man setzt gleich auf Trinkflaschen aus Glas oder Edelstahl. Wenn aufgrund der Aktion jeder Frankfurter in sich gehen würde, um zu überlegen, ob er nicht auf eine Trinkflasche umsteigt, hätte sich Fuhrmanns Traum schon erfüllt.

Dazu braucht es aber noch ein paar zusätzliche Auffüllstationen. Wer Interesse hat, mitzumachen, kann sich per E-Mail an frankfurt@refill-deutschland.de melden oder geht auf die Facebook- beziehungsweise Instagram-Seite von Refill Frankfurt und nimmt dort Kontakt mit Jenny Fuhrmann auf. „Plastikfreier zu leben fängt mit einem kleinen Schritt an. Und das Nachfüllen der Trinkflasche ist ein guter erster Schritt und kostet nicht mal Geld.“

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