Proteste in Frankfurt

Frauen gehen in Frankfurt auf die Straße

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Beim Women?s March am Samstag, 19. Januar, gehen Frauen in Frankfurt auf die Straße, um auf die Mehrfachdiskriminierung von Frauen aufmerksam zu machen.

Der erste weltweite Women’s March vor zwei Jahren war eine Reaktion auf sexistische Äußerungen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Der zweite Women’s March am kommenden Samstag, 19. Januar, hat einen erfreulicheren Anlass: An genau dem Tag vor 100 Jahren konnten Frauen in Deutschland das erste Mal von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen.

„Vor hundert Jahren war das revolutionär. Heute müssen wir weiterdenken“, heißt es in dem Aufruf von Women’s March, einem breitem Aktionbündnis von Fraueninitiativen. Micaela Leon, eine der Organisatorinnen, erklärte auf Anfrage, es gehe darum, die Mehrfachdiskriminierung von Frauen ins Bewusstsein zu rücken. So könnten Frauen nicht nur wegen ihres Geschlechts diskriminiert werden, sondern zum Beispiel auch, weil sie schwarz oder muslimischen Glaubens seien.

„Lauter und stärker“ als 2017 wolle man in diesem Jahr auf die Straße gehen, heißt es in dem Aufruf. Es gehe nicht nur um Frauenrechte, sondern ganz generell um soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und das Menschenrecht auf Asyl und Migration. Auf Facebook, hätten sich bereits 3000 Nutzerinnen „interessiert“ gezeigt, sagte Leon.

Unterstützt wird der Women’s March auch vom Frauendezernat der Stadt Frankfurt. So werden neben schwarzen und geflüchteten Frauen auch Stadträtin Rosemarie Heilig (Grüne) und die Leiterin des Frauenreferats, Gaby Wenner, sprechen. Von 11.55 Uhr bis zirka 15.30 Uhr werden die Frauen in der Stadt präsent sein. Treffpunkte sind der Kaisersack und der Diesterwegplatz in Sachsenhausen. Beide Demonstrationszüge treffen gegen 12.30 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz zu einer ersten Kundgebung zusammen. Gegen 14 Uhr ist eine Abschlusskundgebung auf dem Goetheplatz vorgesehen.

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