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US-Präsident Donald Trump hat den Begriff Fake News nicht erfunden, auch wenn er das gerne behauptet.

Bildung in Frankfurt

Bürger-Uni in Frankfurt zu Wahrheit und Lüge

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Die Frankfurter Bürger-Universität widmet sich in diesem Jahr dem Thema Fake News, soziale Netzwerke und Manipulation. Drei Podiumsdiskussionen sind geplant.

Gefälschte Nachrichten, die politische Wahlen beeinflussen sollen. Bots in sozialen Netzwerken, die sich als Menschen ausgeben und dadurch Verwirrung stiften. Regierungssprecher, die den Klimawandel leugnen und von „alternativen Fakten“ sprechen. Dem Thema Wahrheit und Lüge in neuen und alten Medien widmet sich die Frankfurter Bürger-Universität ab kommendem Montag, 27. November. Unter dem Motto „Informiert oder manipuliert? Medien und öffentliche Meinung im Wandel“ gibt es zu dem Thema drei hochkarätig besetzte Podiumsdebatten in der Stadtbücherei Frankfurt in der Hasengasse 4. Die Abende beginnen jeweils um 19.30 Uhr.

Die erste Diskussion am Montag, 27. November, steht unter dem Motto „Old School oder En Vogue? Journalismus neu denken“. Sie dreht sich um Gegenwart und Zukunft des Journalismus und die Frage, wie neue digitale Formate und Möglichkeiten die Branche herausfordern und verändern. Auf dem Podium sitzen Bascha Mika, Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau, der Frankfurter Medienwissenschaftler Manfred Faßler, Joachim Braun, Chefredakteur der „Frankfurter Neuen Presse“, und Nils Bremer, Chefredakteur des „Journal Frankfurt“.

Der zweite Abend am Montag, 11. Dezember, geht dem Thema Lügengeschichten nach: „Fake News“, also absichtlich gestreute Falschmeldungen, haben zuletzt ebenso die politische Debatte bestimmt wie der pauschale Vorwurf an etablierte Medien, „Lügenpresse“ zu sein. Unter der Überschrift „Auf der Suche nach der Wahrheit: Folgen von Fake News für politische und gesellschaftliche Diskurse“ diskutieren der Frankfurter Philosophieprofessor Marcus Willaschek, der Filmwissenschaftler Vinzenz Hediger, Anna-Maria Wagner vom Deutschen Journalistenverband (DJV) und Andreas Platthaus, stellvertretender Feuilleton-Chef der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Die Moderation übernimmt Pitt von Bebenburg, Korrespondent der FR im Hessischen Landtag.

Die Relevanz und Entwicklung der sozialen Medien ist schließlich das Thema der dritten Veranstaltung am Montag, 15. Januar. Es geht um Bots, die die Stimmung in Netzwerken wie Facebook und Twitter beeinflussen, aber auch um Versuche staatlicher Stellen, Hasskommentare und Falschmeldungen im Netz einzudämmen – in Deutschland zuletzt mit dem umstrittenen Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Unter dem Motto „,Soziale‘ oder ,asoziale‘ Medien“ diskutieren der Politikwissenschaftler Thorsten Thiel, die Journalistin und Netzexpertin Julia Krüger und die Journalistin Karolin Schwarz, die das Netzportal „Hoaxmap.org“ betreibt, auf dem Falschmeldungen über Flüchtlinge entlarvt werden.

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