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Ex-Baulöwe Schneider muss nicht vor Gericht

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Der wegen Milliardenbetrugs bereits verurteilte Ex-Baulöwe Jürgen Schneider muss trotz neuen Betrugsverdachts nicht mehr auf die Anklagebank.
Der wegen Milliardenbetrugs bereits verurteilte Ex-Baulöwe Jürgen Schneider muss trotz neuen Betrugsverdachts nicht mehr auf die Anklagebank. © dpa

Ex-Baulöwe Jürgen Schneider muss trotz erneuten Betrugsverdachts nicht mehr auf die Anklagebank. Das Bonner Landgericht stellt das Verfahren gegen den heute 81-Jährigen ein, weil er nicht mehr verhandlungsfähig ist.

Der wegen Milliardenbetrugs verurteilte Ex-Baulöwe Jürgen Schneider muss nicht mehr auf die Anklagebank. Das Bonner Landgericht hat das Betrugsverfahren gegen den heute 81-Jährigen wegen Verhandlungsunfähigkeit eingestellt, sagte ein Gerichtssprecher am Donnerstag und bestätigte Medienberichte.

Mehrere Gutachten seien zu dem Ergebnis gekommen, dass der einstige Bauunternehmer an verschiedenen Erkrankungen leide und einen Prozess nicht durchstehen könne. Die Bonner Staatsanwaltschaft hatte Schneider 2013 wegen gewerbsmäßigen Betrugs angeklagt. Dabei handelte es sich um Fälle aus den Jahren 2008 und 2009 mit einem Gesamtschaden von 108.000 Euro.

Das Frankfurter Landgericht hatte Schneider 1997 wegen Betrugs in Milliardenhöhe zu sechs Jahren und neun Monaten Haft verurteilt, zwei Drittel der Strafe hat er abgesessen. Bei seiner spektakulären Milliardenpleite in den 1990er Jahren hatte er auch große Banken mit Immobilienprojekten hereingelegt. Der Großinvestor hatte sich damals für die Sanierung von meist spektakulären Immobilien in Ost und West hohe Kredite erschlichen. Die Gläubiger blieben am Ende auf Forderungen von rund 2,4 Milliarden D-Mark (1,23 Mrd. Euro) sitzen. (dpa)

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