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Die Frankfurter Katharinenkirche bietet regelmäßig ein eindrucksvolles Musikprogramm. Foto: Renate Hoyer

Katharinenkirche in Frankfurt

Erlesenes Musikprogramm

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Die Katharinenkirche bietet auch 2019 interessante Konzerte und setzt dabei auf Bewährtes.

Alle Jahre wieder: Auch 2019 wird es Bachs Weihnachtsoratorium in der Frankfurter Katharinenkirche geben. Am 16. Dezember läuft der Dauerbrenner unter Leitung von Michael Graf Münster, der Beginn um 18 Uhr und selbst die Solisten stehen bereits fest. „Das ist ein soziokulturelles Phänomen ganz eigener Art“, sagte Kantor Graf Münster bei der Vorstellung des Jahresprogrammes am Mittwoch. „Viele Leute bedanken sich, dass wir das so regelmäßig machen.“

Auch eine große Bach-Passion läuft wieder kurz vor Ostern, diesmal ist es die Johannespassion am 31. März. „Die haben wir jetzt acht Jahre lang nicht gemacht“, betonte Graf Münster. Und sogar schon der Vorverkauf hat begonnen. Auch das gehört irgendwie zur Tradition an St. Katharinen: Große Bachwerke sind in der Regel ausverkauft.

Wie langfristig hier an der evangelischen Hauptkirche Frankfurts, die wohl das vielfältigste Kirchenmusikprogramm Hessens anbietet, geplant wird, zeigen zwei Jubiläen: Seit 1983 läuft jeweils montags und donnerstags die Reihe „30 Minuten Orgelmusik“ des Organisten Martin Lücker. Am 5. August kann er das 3500. Konzert in dieser Reihe feiern.

Auch Graf Münster und sein Wiesbadener Kollege Clemens Bosselmann können ein Jubiläum begehen: Das auf 20 Jahre angelegte Großprojekt, jeweils am ersten Samstag im Monat bei freiem Eintritt nach und nach alle 200 Kantaten Johann Sebastian Bachs aufzuführen, kombiniert mit einem kurzen Gottesdienst, erreicht am 7. September einen Markstein: Zur 150. Bach-Vesper am 7. September hält Kirchenpräsident Volker Jung die Predigt, und die beiden beteiligten Kantoreien von Wiesbaden-Schierstein und St. Katharinen singen eine besonders komplexe, doppelchörige Kantate, „Nun ist das Heil“.

Die zahlreichen Konzerte in der Katharinenkirche haben Lücker und Graf Münster in mehreren Jahresprogrammen aufgelistet, die ab sofort in der Kirche an der Hauptwache ausliegen. Besonders hervorheben will Graf Münster zwei Konzerte. Ausnahmsweise keine geistliche Musik erklingt mit Brahms‘ „Liebeslieder-Walzer“ am 25 August. Da habe man überlegt, dieses Konzert an einen anderen Ort zu verlegen, doch der Stadtkirchenpfarrer habe sich für St. Katharinen ausgesprochen, berichtete der Kantor.

Renaissancemusik von Seth Calvisius, Johann Hermann Schein und Heinrich Schütz schließlich gibt es am 28. Oktober. „Sologesang im Ensemble“ ist das Ergebnis eines Kurses von Professor Thilo Dahlmann und Graf Münster an der Musikhochschule.

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