Politischer Aschermittwoch

Europe first bei der Frankfurter FDP

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Beim Politischen Aschermittwoch stimmen sich die Liberalen mit Börsenreporter Mick Knauff auf die Europawahl ein.

Die Frankfurter FDP hat sich bei ihrem Heringsessen zum politischen Aschermittwoch auf die Europawahl eingestimmt. Gastredner Mick Knauff, ein Frankfurter Börsenkorrespondent mit FDP-Parteibuch, warb vor etwa 60 Gästen im Mainhaus Stadthotel in der Innenstadt für ein starkes Europa. Es müsse gelingen, wieder zu mehr Gemeinsamkeit zu finden, sagte er. Denn sonst könne Europa keinen starken Gegenpol zu den Vereinigten Staaten und China aufbauen. Zumal die beiden Mächte ihren Handelsstreit bald beilegen könnten.

Was sei falsch daran, wenn US-Präsident Donald Trump sage: America first, fragte Knauff. Und wieso heiße es nicht auch: Europe first? Noch viel zu viele aber hätten die Idee eines gemeinsamen Europas nicht verstanden. Die Leidenschaft für Europa müsse wachsen. Es gelte, entschlossen für Europa zu kämpfen. Denn sonst stehe die Gemeinschaft bald schon auf dem Spiel.

Wenn jemand nicht mehr mitmachen wolle, wie das Vereinigte Königreich, müsse er schnell gehen, sagte Knauff. Brüssel müsse zudem den Italienern klar machen, dass sie sich an die europäischen Spielregeln zu halten hätten. Klare Ansagen erwartet der Börsenkorrespondent auch gegenüber Konzernen wie Amazon, Facebook und Google. Die hätten gefälligst auch hier ihre Steuern zu zahlen, hieß es.

Deutschland und Europa müssten mehr tun, um wettbewerbsfähig zu bleiben, forderte Knauff. Stärken müsse man etwa den Bankensektor. Beim Thema Klimaschutz warnte er vor deutschen Alleingängen, etwa beim Kohleausstieg. Auch über die Gefahren des Diesel-Motors machten sich nur die Deutschen Gedanken, sagte er.

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