+
Der Wahlkampf zur Europawahl hat in Frankfurt begonnen.

Endspurt für die Europawahl

Europawahl in Frankfurt: Die ersten haben ihre Stimme abgegeben

  • schließen

Großer Andrang bei der Briefwahl. 88.000 ausländische EU-Bürger dürfen in Frankfurt über die Zusammensetzung des EU-Parlaments abstimmen

Vier Wochen vor der Europawahl am 26. Mai beginnt in Frankfurt der politische Endspurt. Am Freitagabend hatten in Frankfurt bereits 17.405 Personen Unterlagen zur Briefwahl angefordert, vor fünf Jahren waren es zum gleichen Zeitpunkt lediglich 472 gewesen. Allerdings waren 2014 die Wahlbenachrichtigungen noch nicht verschickt worden, das könnte auch ein Grund für das damals sehr geringe Interesse gewesen sein.

Insgesamt sagen die Fachleute des städtischen Wahlamts aber, dass immer mehr Menschen von der Briefwahl Gebrauch machten. Diese wollten sich nicht mehr auf einen festen Termin für ihre Stimmabgabe festlegen lassen.

Seit dem 15. April ist die Briefwahl möglich. Die ersten Personen haben bereits ihre Stimme abgegeben. Zahlen konnte das städtische Wahlamt am Freitagabend noch nicht nennen, sie werden erst ab Montag erfasst. Mit dem steten Wachstum der Großstadt Frankfurt ist auch die Zahl der Wahlberechtigten bei der Europawahl gestiegen, sie beträgt jetzt 429.089. Das ist ein neuer Rekord.

Dazu zählen auch rund 88.000 EU-Bürger. Sie können am 26. Mai nur dann ihre Stimme abgeben, wenn sie sich zuvor in das Wählerverzeichnis der Stadt eingetragen haben. Noch bis zum 5. Mai können sie einen entsprechenden Antrag beim städtischen Wahlamt, Zeil 3, stellen.

Auch Auslandsdeutsche, also deutsche Staatsbürger mit Wohnsitz im Ausland, nehmen wieder an der Europawahl in Frankfurt teil. 625 Personen haben sich beim Wahlamt gemeldet, unter anderem aus Ägypten, Bahrain, Ecuador und der Volksrepublik China.

An diesem Wochenende will die Stadt die Versendung der Wahlbenachrichtigungen abschließen. Wer dann keinen Wahlbrief erhalten hat, kann zwischen dem 6. und dem 10. Mai ins Wahlamt der Stadt gehen und Einspruch erheben (Öffnungszeiten: montags 9 bis 17 Uhr, donnerstags 10 bis 18 Uhr, sonst an Werktagen 7.30 Uhr bis 16 Uhr.)

Die Stadt braucht rund 4000 Helferinnen und Helfer, um am 26. Mai die 373 Wahllokale in Frankfurt öffnen zu können. Bisher ist diese Anzahl nicht erreicht.

Wer sich noch freiwillig für den Wahlsonntag melden will, kann dies unter der Telefonnummer 069/212 404 00 beim Wahlamt tun. Für die Arbeit am Wahltag zahlt die Stadt eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 45 Euro.

Lesen Sie auch:

Das müssen Sie zur Europawahl 2019 in Frankfurt wissen: Welche Kandidaten aus der Region treten an? Wie funktioniert das mit der Briefwahl? Wo finde ich ein barrierefreies Wahllokal?

Alles, was Sie zur Europawahl 2019 in Offenbach wissen müssen*: Informationen zur Briefwahl und den hessischen Kandidaten.

Europawahl 2019: Alles, was Sie wissen müssen*: Am 26. Mai findet die Europawahl statt. Wer darf wählen, welche Parteien treten an, und was sagen die Umfragen? Wir haben die wichtigsten Fakten für Sie zusammengefasst.

*fnp.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare