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Europapokalsieg der Eintracht auf Hauswand verewigt

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Von: Fabian Böker

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Ein Pokal, ein Goldregen, ein Schriftzug: Ein schlichtes Motiv für ein legendäres Ereignis.
Ein Pokal, ein Goldregen, ein Schriftzug: Ein schlichtes Motiv für ein legendäres Ereignis. © Monika Müller

Das Künstlerkollektiv „Frankfurter Farbe“ hat den Europapokal im Nordend gemalt. Das Motiv ist bewusst schlicht gehalten: Der Pokal im Goldregen.

Es war Mitte Mai, als das Künstlerkollektiv „Frankfurter Farbe“ in dieser Zeitung zu Wort kam. Da waren es noch sechs Tage bis zum Europapokalfinale in Sevilla. „Wir alle haben unser Leben bis zum Mittwoch geplant. Bis sich irgendwann der spanische Abendhimmel auftut und die Eintracht-Götter herabsteigen, um mit der Kurve zusammen einen Augenblick Unsterblichkeit zu feiern. Eintracht Frankfurt Europapokal!“ So die pathetischen Worte damals. Am 18. Mai hatte sich der spanische Himmel dann tatsächlich aufgetan, es gab diesen Augenblick Unsterblichkeit – und nun wird dieser auf einer Hauswand an der Berger Straße, Ecke Herderstraße, im Nordend vermutlich für die Ewigkeit festgehalten.

Das Kollektiv hat wieder zugeschlagen. Es hat die nächste großflächige Hauswand im Stadtgebiet in Beschlag genommen, um sie mit Farbe zu verschönern. Und natürlich wieder im Zeichen der Eintracht. Nach Bildern zum UEFA-Cup-Sieg 1980, zum DFB-Pokalsieg 2018, zum Waldstadion oder zur Kurve diesmal konkret im Zeichen des Europa-League-Sieges vom Mai.

Es ist ein schlichtes Motiv, auch wenn es um die Ecke geht. Auf der einen Seite der Pokal, umgeben von Goldschnipseln, so wie sie bei der Siegerehrung im Estadio Ramón Sánchez Pizjuán in Sevilla auch durch die Luft geflogen sind. Diese Schnipsel, so „Frankfurter Farbe“, sind ein „Goldregen“, der noch immer über der Stadt schwebt . Er ist auf der zweiten Seite zu sehen, „fliegt“ um die Fenster und ist ergänzt von dem Schriftzug „Europapokalsieger 2022“.

Kontakt und Historie

Das Künstlerkollektiv ist unter frankfurterfarbe.de oder in den sozialen Medien zu erreichen.

Bisher hat es schon mehrere Bilder realisiert. Im Westend prangt der DFB-Pokal auf einer Wand, in Bornheim und am Oeder Weg geht es ums Waldstadion, in Bockenheim zeigt Charly Körbel den UEFA-Cup, den die Eintracht 1980 gewann.

Zuletzt hat „Frankfurter Farbe“ zwischen Rödelheim und Sossenheim sogar ein ganzes Haus bemalt. Motto: „Ohne die Kurve ist alles nichts!“ bö

Das Motiv ist bewusst schlicht gehalten, sagt einer der Künstler. Es soll genau nur diese Sache aussagen: Eintracht Frankfurt hat den Europapokal gewonnen. „Der Pokal, simpel und plakativ und im Goldregen. Mehr ist es nicht. Aber darin steckt schon alles: Der Wahnsinn von Sevilla, der Ausnahmezustand in Frankfurt in den Tagen danach. Die Wochen davor, in Barcelona, in London, im Waldstadion. Unnachahmbar, ungreifbar.“

Etwas mehr als eine Woche wurde an dem Motiv gearbeitet, gestern wurde es fertig. Und damit rechtzeitig vor dem nächsten Highlight, das eine Folge des Sieges im Mai ist. „In ein paar Tagen erlebt das Waldstadion das erste Spiel in der höchsten europäischen Spielklasse“, blickt das Kollektiv voraus. „Wohin diese Reise gehen wird, welche Momente und Geschichten zu Legenden werden, werden wir sehen.“

An Ideen und Motiven, diese möglichen Momente und Geschichten an eine Wand zu bringen, wird es „Frankfurter Farbe“ garantiert nicht mangeln.

Zwei der Künstler bei der Arbeit auf einer Hebebühne.
Zwei der Künstler bei der Arbeit auf einer Hebebühne. © Monika Müller

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