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Eurobike Frankfurt: Tipps zum sicheren Fahren mit dem Rad und dem E-Scooter

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Von: Florian Leclerc

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Am Mainkai: Eine Wellenbahn nicht nur für Kinder.
Am Mainkai: Eine Wellenbahn nicht nur für Kinder. © Renate Hoyer

Bis Sonntag bespielt die Fahrradmesse Eurobike in Frankfurt auch den Mainkai und den Hafenpark.

Die Fahrradmesse Eurobike ist in dieser Woche auch im öffentlichen Raum präsent. Wer den Mainkai in Richtung Römer hinabfährt, trifft auf Thomas Conrad. Er ist Geschäftsführer der Landesverkehrswacht Hessen. Die hat einen Stand mit Fahrradhelmen aufgebaut. „Wir wollen zeigen, wie wichtig es ist, einen Helm zu tragen“, sagt er.

Denn ein Pedelec, ein E-Bike oder einen E-Scooter zu fahren ist nicht ohne Gefahr. Wer sich überschätzt und zu schnell fährt, und dabei keinen Helm trägt, kann sich schwer verletzen. Darauf weist das Statistische Bundesamt in seiner jüngsten Veröffentlichtung hin. Die Zahl der Pedelecunfälle in Deutschland ist demnach in den vergangenen Jahren gestiegen: Im Jahr 2021 meldete die Polizei 17 285 Pedelecunfälle, 2014 waren es noch 2245. 2021 kamen 131 Menschen auf einem Pedelec ums Leben. Mit E-Scootern gab es im Jahr 2021 5535 Unfälle, fünf Menschen starben.

Fahrradsimulator bei der Verkehrswacht

Während Seniorinnen und Senioren mehrheitlich Helm tragen würden (Conrad: „Die Rekonvaleszenzzeit ist einfach länger“), nehme das Helmtragen bei jungen Menschen wieder ab, wenn sie in die weiterführende Schule kämen. „Wenn sie klein sind, tragen Kinder einen Helm und machen in der dritten oder vierten Klasse den Fahrradführerschein. Aber ab der fünften Klasse geht das Helmtragen alle zwei Jahre um 50 Prozent zurück“, sagt er.

Am selben Stand ist ein Fahrradsimulator aufgebaut. Eine Mitarbeiterin der Landesverkehrswacht setzt sich auf ein Rad und fährt. Auf dem Bildschirm sieht man die Route. Plötzlich kommt ein Quad aus einer Straße geschossen. Die Mitarbeiterin bremst. Ein Smiley erscheint. „Gut gemacht. 5,60 Meter Anhalteweg“. So kann man seine Reaktionszeit testen.

Ebenfalls am Stand sind E-Leihräder und E-Scooter von Bolt. Man kann mit ihnen Parcours fahren. Die neueren E-Scooter-Modelle hätten breitere Lenker, damit man sie besser greifen könne, verrät ein Mitarbeiter. Wer abbiegen wolle, solle „lieber das Bein als den Arm herausstrecken“, um das Gleichgewicht zu behalten. Die neueren E-Scooter hätten sogar einen Blinker. Weil die aber nicht exakt dem deutschen Verkehrsrecht entsprächen, dürften die Rücklichter beim Abbiegen nicht leuchten.

Flohmarkt am Mainkai

Die Radsportabteilung von Eintracht Frankfurt ist am Mainkai vertreten. „Viele wissen gar nicht, dass es neben dem Fußball-Club, der eine AG ist, mehr als 50 Sportabteilungen im Verein Eintracht Frankfurt gibt“, sagt ein Mitarbeiter. Beim Radsport machten 100 Mitglieder mit, beim Triathlon sogar 1500. „Wer ein strukturiertes Training will, kann zu uns kommen.“

Der ADFC Frankfurt ist ebenfalls mit einem Stand präsent. Infomaterial wie die monatlichen Hefte „Frankfurt aktuell“ liegen aus. Und Tipps für den Urlaub mit dem Rad. „Wir haben aber eine politische Botschaft“, sagt der Landesvorsitzende Xavier Marc: „Wir wollen die Verkehrswende und mehr Platz fürs Rad.“ Dass die Eurobike nach Frankfurt gekommen sei, sei ein gutes Signal. Der Radverkehr sei ein ernstzunehmender Wirtschaftsfaktor.

Das Eurobike-Programm auf dem Mainkai und im Hafenpark läuft noch bis Sonntag. Auf einem Flohmarkt am Mainkai werden am Samstag gebrauchte Fahrräder verkauft (9 bis 18 Uhr). Am Hafenpark sind BMX-Fahrerinnen und -fahrer unterwegs (Freitag und Samstag, 14 bis 22 Uhr).

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