Restaurierung

Frauenfriedenskirche Frankfurt: 110.000 Euro zum 90. Weihejahr

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Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert die Sanierung der Frauenfriedenskirche in Frankfurt finanziell.

Die Restaurierungsarbeiten rund um die Bockenheimer Frauenfriedenskirche sind in vollem Gange. Der Boden des Mittelpunkts der katholischen Pfarrei St. Marien fehlt, gerade wird die Heizung eingebaut. Im Zusammenhang damit hat am Donnerstagmorgen die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) den Vertretern der Kirche einen Fördervertrag in Höhe von 110 000 Euro übergeben, die zur Instandsetzung der Kirche eingesetzt werden sollen. Die Förderung der DSD wurde durch Spenden und Mittel der Glücksspirale von Lotto Hessen möglich gemacht.

„Ihr Weg ist sicher noch weit, aber das private Engagement und der große Einsatz des Fördervereins beweist, dass unsere Unterstützung am richtigen Platz ist“, sagt Gabriele Gillner, Ortskuratorin der DSD bei der Übergabe.

Seit rund 20 Jahren ist schon bekannt, dass die Kirche, die in diesem Jahr 90 Jahre alt wird, statische Probleme hat. Diese sind auf Bau- und Kriegsschäden, sowie den problematischen Untergrund in Bockenheim zurückzuführen. Man konnte jedoch keine Lösungen finden, bis 2015 die Planung zur Restaurierung begannen. An Palmsonntag 2018 wurde der letzte Gottesdienst in der Kirche gefeiert. Seitdem finden die Messen im Gemeindesaal statt.

Das Vorhaben koste insgesamt rund 5 Millionen Euro, sagt Franziska Baumgartl, Vorsitzende des Freundeskreis Frauenfrieden und Baubeauftragte. Den Großteil zahlten das Bistum Limburg und das Landesamt für Denkmalschutz. Dennoch bleibe der Gemeinde ein Eigenanteil von rund 800 000 Euro. „Für den letzten Schritt der Arbeiten benötigen wir trotzdem noch rund 200 000 Euro“, sagt sie.

Die 1929 eingeweihte Kirche ist im Stil der Sakralen Moderne erbaut und steht unter Denkmalschutz. Sie wurde nach dem ersten Weltkrieg als Mahnmal des Friedens errichtet und der Bau wurde von Frauen aus ganz Deutschland mitfinanziert.

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