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Die Brücke zwischen Eschersheim und Eckenheim ist eine beliebte Abkürzung geworden.
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Die Brücke zwischen Eschersheim und Eckenheim ist eine beliebte Abkürzung geworden.

Eschersheim

Schleichverkehr über Brücke der A661 nervt Anlieger

Die Brücke zwischen Ziegenhainer und Sigmund-Freud-Straße ist eine beliebte Abkürzung für geworden. Immer wieder kommt es zu gefährlichen Situationen. Der Ortsbeirat diskutiert, den Zubringer zur A661 für den Autoverkehr zu sperren.

Im Berufsverkehr kann es auf der Hügelstraße zwischen Eschersheim und Eckenheim voll werden. So voll, dass sich immer mehr Autofahrer:innen andere Wege suchen, um möglichst schnell ans Ziel zu kommen. Einer dieser Wege, der stets beliebter wird, ist die Brücke zwischen der Ziegenhainer Straße und der Siegmund-Freud-Straße, die über den Zubringer zur A 661 führt.

Die Durchfahrt-verboten-Schilder mit dem Zusatz „Anlieger frei“, die auf beiden Seiten der Brücke deutlich sichtbar montiert sind, werden dabei schlichtweg ignoriert. „Wieso, ich habe doch ein Anliegen. Ich muss auf die Arbeit auf der anderen Seite“, sagt ein Autofahrer, der die Brücke fast jeden Morgen nutzt.

Und weil wie dieser Autofahrer auch andere mit solchen Verbotsschildern umgehen, ist das passiert, was in solchen Fällen eben passiert: In den Stoßzeiten ist auf der Brücke einiges los. Denn neben den Autofahrerinnen und Autofahrern wird diese auch von Fußgängerinnen und Fußgängern sowie Radfahrerinnen und Radfahrern genutzt, auf der Eckenheimer Seite liegt der Sportplatz von Viktoria Preußen, eine Kleingartenanlage und eine Welpenschule.

Es komme immer wieder zu brenzligen Situationen, merkten jetzt die Grünen im Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) an. Sie schlagen vor, durch sinnvolle Absperrungen der Auf- und Abfahrten zumindest die Querung von Autos zu unterbinden. Ein Vorschlag, der bei den Anliegern jedoch die Alarmglocken schrillen lässt. Wie bei Thomas Vohrmann, Inhaber des gleichnamigen Garten- und Landschaftsbaubetriebs in der Ziegenhainer Straße 26 A. „Das wäre für uns eine echte Katastrophe“, sagt er. Sowohl die Anlieferung als auch Abholung von Materialien erfolge mit größeren Fahrzeugen. Wäre die Brücke künftig für den Autoverkehr dicht, müssten diese durch den Torbogen, der weiter auf die Ziegenhainer führt, fahren. Der ist mit einer Höhe von 3,70 Meter zwar hoch genug, aber sehr schmal. Wenn dann dort noch geparkt werde, was immer wieder passiere, sei dort kein Durchkommen. „Wir sind auf die Nutzung der Brücke angewiesen. Das ist schon kompliziert genug, funktioniert aber zumindest einigermaßen“, sagt Vohrmann.

Auch wenn Antragstellerin Sabine Ruh für die Sorgen der Gewerbetreibenden Verständnis zeigte, so pocht sie trotzdem auf eine Lösung. „So wie die Situation jetzt ist, ist sie nicht optimal. Vielleicht kann man den privaten Autoverkehr unterbinden und nur den gewerblichen zulassen“, schlägt sie vor. Gegenwind bekommt der Antrag der Grünen auch von Thomas Budenz (BFF). Irgendwo müsse der Verkehr ja hin, sagt er. Geeignete Maßnahmen an dieser Stelle seien schwierig, eine Schranke würde sicher demontiert oder beschädigt.

CDU-Fraktionsvorsitzende Inge Cromm, die selber in der Ziegenhainer Straße wohnt, hält auch nichts von einer Sperrung der Brücke für den Autoverkehr. „Auf der Brücke gilt Tempo 30, daran hält sich nur kaum jemand. Wäre dies anders, käme es sicher seltener zu gefährlichen Situationen“, sagt sie und verweist auf den vom Ortsbeirat verabschiedeten SPD-Antrag, der einen Verkehrsspiegel an der Kreuzung Ziegenhainer Straße/Sigmund-Freud-Straße fordert. Den hatte der Magistrat jedoch abgelehnt.

Nun soll ein Ortstermin mit der Stadt klären, was möglich ist.

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