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Schwarze Letter prangen auf der Brust des Fußballers.
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Schwarze Letter prangen auf der Brust des Fußballers.

Eschersheim

Respektloser Umgang mit Graffiti-Kunst bei Concordia Eschersheim

  • VonJudith Dietermann
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Unbekannte beschmieren Botschaften der Concordia auf dem Rosegger-Sportplatz. Nun muss der Verein das auf eigene Kosen entfernen lassen.

Für Fairness, Leidenschaft, Respekt, Teamgeist und Inklusion steht der Traditionsverein SG Concordia 1958 Eschersheim. Werte, die seit Mitte Mai auf sechs großen Graffiti an der Rosegger-Sportanlage künstlerisch dargestellt werden. Werte, die aber jetzt mit Füßen getreten wurden. Denn wenige Tage nach Fertigstellung der Kunstwerke, die ein Künstler zusammen mit Kindern und Jugendlichen, darunter auch Schüler der Viktor-Frankl-Schule, im Rahmen eines Workshops realisiert hatte, wurde eines der Kunstwerke beschmiert. Schwarze Letter prangen auf der Brust des überdimensionalen Fußballers und dem Ball, den er in der Hand hält. Es ist das Motto „Respekt“, das dieses Graffito darstellt.

„Ich bin traurig, wie mit diesem Kunstwerk umgegangen wird“, sagte die Kinderbeauftragte Georgalis in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim). Es sei „ein solch tolles Projekt“ in der Pandemie-Zeit gewesen, das binnen weniger Minuten zunichte gemacht wurde. So sei genau das Gegenteil von dem passiert, was die Kunstwerke aussagen sollen.

Nicht weniger enttäuscht ist man im Verein. „Das ist wirklich sehr, sehr ärgerlich. Vor allem bei einem Projekt, auf das wir drei Jahre lang hingearbeitet haben“, sagt der Vorsitzende Rudolf Walther. Am Abend des Pfingstmontag habe der Jugendtrainer die Schmierereien entdeckt; wann sie genau aufgebracht wurden, wisse man nicht. Zwar haben man sofort Anzeige erstattet. Walther weiß aber auch, dass es schwierig wird, die Verursacher oder Verursacherinnen zu finden.

Das spiele für ihn ohnehin nur eine sekundäre Rolle. Wobei er schon einen kleinen Verdacht hegt, wer dafür verantwortlich sein könnte. „Es gibt immer wieder Gruppen, die sich auf dem abgeschlossenen Sportplatz treffen. Sie klettern über die Zäune, da gibt es einige Möglichkeiten“, sagt er. Das sei an sich auch kein Problem, würde der Platz ordentlich hinterlassen. Das wird er aber eben nicht. Stattdessen werde dort gegrillt, Kaugummi auf den Rasen gespuckt und Müll liegen gelassen. „Das, was jetzt passiert ist, ist aber noch viel schlimmer. Es ist nicht nur eine Sachbeschädigung, es ist etwas, was unseren Verein und seine Werte angreift“, sagt Walther.

Schnellstmöglich sollen deshalb die Schmierereien verschwinden, der Künstler werde das fachmännisch beheben. „Das müssen wir zwar bezahlen, machen wir aber gerne. Wichtig ist, dass es weg kommt und keine Nachahmer findet“, sagt Rudolf Walther.

Unterstützung bekommt der Verein dabei vom Ortsbeirat, der dem Verein mit bis zu 1000 Euro aus seinem Budget unter die Arme greifen möchte. Binnen Sekunden wurde der entsprechende CDU-Antrag in einen interfraktionellen umgewandelt und verabschiedet. Damit der geplanten Vernissage des Vereins am 12. August keine Schmiererei mehr im Wege steht.

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