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Pop-up-Biergarten am Wasserturm

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Von: Judith Dietermann

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Auf der Wiese am Wasserturm (Straße Am Lindenbaum) treffen sich gerne die Menschen aus Eschersheim.
Auf der Wiese am Wasserturm (Straße Am Lindenbaum) treffen sich gerne die Menschen aus Eschersheim. © Oeser

Die Grünanlage am Eschersheimer Wasserturm ist ein idyllisches Fleckchen. Nur eins fehlt: Ein gastronomisches Angebot. Das soll jetzt zumindest in den Sommermonaten kommen. Dafür setzen sich Initiativen und der Ortsbeirat ein.

Sie ist ein schönes grünes, vor allem idyllisches Fleckchen mitten in Eschersheim: die Grünanlage am Wasserturm. Es gibt einen Spielplatz samt Basketballkörben, Bänke für eine Pause oder einen Plausch. Was es jedoch nicht gibt, ist ein gastronomisches Angebot. Doch das könnte sich ändern. Durch einen sogenannten Pop-up-Biergarten, der nur in den Sommermonaten dort aufgebaut werden soll. Mehrheitlich hat der Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) einen entsprechenden Antrag der Grünen verabschiedet.

Pop-up bedeutet in diesem Fall, dass es sich um einen mobilen Biergarten handelt. Um ein Lokal, das zwar in der Grünanlage aufgebaut, aber nicht fest installiert, gar im Boden verankert wird oder durch das Flächen versiegelt werden müssten. Die Initiative Tortuga, die neben dem Spielplatz einen Gemeinschaftsgarten angelegt hat, und die Studentenverbindung, die den Wasserturm von der Mainova gepachtet hat, hätten sich zusammengeschlossen und das Gespräch mit der Stadt gesucht, erklärte Angela Rühle, Fraktionsvorsitzende der Grünen. Deswegen sei der Antrag eher „als moralische Unterstützung“ denn als Forderung zu sehen. Für Inge Cromm, Fraktionsvorsitzende der CDU, war der Antrag „zu pauschal“. Zudem sah sie den Standort kritisch. „Neben einem Spielplatz kann man kein Bier verkaufen. In der Grünanlage geht die Wiese kaputt“, sagte sie. Vielleicht sei der Hof der Ludwig-Richter-Schule, der am Wochenende nicht genutzt werde, besser geeignet. Auch Christoph Heidenreich (CDU) war der Antrag „zu unspezifisch“. Ihm fehlten sowohl eine genaue Ortsangabe wie auch Informationen, ob der Biergarten in Kombination mit irgendwelchen kulturellen Veranstaltungen stattfinden solle. „Zumindest hat sich jetzt geklärt, von wem die Idee kommt“, sagt er, nachdem im Antrag lediglich von Initiativen gesprochen worden war.

Sein Fraktionskollege Lothar Stapf hatte gleich mehrere Fragen. Wer das Gewerbe betreiben und wer dort die Getränke verkaufen soll, wollte er wissen. „So etwas braucht doch Hand und Fuß“, kritisierte er. Habe es doch, sagte Angela Rühle. Erste Gespräche der Initiativen mit den entsprechenden Ämtern bei der Stadt liefen bereits. „Aber vielleicht hat unser Antrag darauf noch positiven Einfluss“, sagte sie.

Grüne, Linke und zwei Mitglieder der SPD-Fraktion, die sogar Mit-Antragsteller wurden, unterstützten das Anliegen, CDU und BFF stimmten dagegen.

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