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So sieht der Wasserturm, das Wahrzeichen Eschersheims, von innen aus.
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So sieht der Wasserturm, das Wahrzeichen Eschersheims, von innen aus.

Eschersheim

Keine Einigkeit über Zukunft des Wasserturms

  • VonJudith Dietermann
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Diskussion über die Nutzung des Eschersheimer Symbols dreht sich im Kreis. Bürgerinitiative will denkmalgeschütztes Gebäude zugänglich machen.

Lothar Stapf (CDU) nennt sie liebevoll „Kamikaze-Tauben“: Vögel, die regelmäßig Unterschlupf im Wasserturm Eschersheim suchen. Sie sind zurück. „Sie sind durch die mit Maschendraht gesicherten Fenster gekommen, wie immer. Es ist einfach nicht in den Griff zu bekommen“, beschrieb er in der Sitzung des Ortsbeirates 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) am Donnerstagabend den aktuellen Zustand des unter Denkmalschutz stehenden Bauwerkes, dem Symbol Eschersheims. Hinzu komme, dass Schindeln vom Dach des Turmes herabfallen würden. „Das ist lebensgefährlich“, sagte er.

Rund 100 000 Euro, so seine Schätzung, müssten „in die Hand genommen werden“, um den Turm, der seit 20 Jahren – und bald nicht mehr – von der Studentenverbindung Moeno Franconia Frankfurt genutzt wird und im Eigentum des Energie- und Wasserversorgers Mainova steht, zu restaurieren. Nutzbar für größere Treffen, wie es sich viele Eschersheimer bereits seit einigen Jahren wünschen, sei er trotzdem nicht. Zumindest der Turm nicht, das Areal, auf dem er steht, vielleicht schon.

Und genau dieses Areal ist es, was eine eigens dafür gegründete Bürgeriniative (BI) gerne zugänglich machen würde. „Wir Eschersheimer identifizieren uns mit dem Turm, das Gelände ist wunderschön. Es muss jetzt darüber diskutiert werden, was mit dem Areal und dem Turm passiert. Sonst ist es zu spät“, erklärte BI-Sprecherin Sabine Kilian. Sie hat den Eindruck, dass sich „die Parteien im Ortsbeirat festgefahren haben“. Statt gegeneinander zu diskutieren, sei es doch viel sinnvoller, einen Kompromiss zu finden.

„Sie sprechen uns aus der Seele“, sagte Angela Rühle, Fraktionsvorsitzende der Grünen, die das Thema mit einem Antrag vor zwei Monaten angestoßen hatten. Darin wurde eine öffentliche Nutzung gefordert, am Donnerstagabend wurde der Antrag auch mehrheitlich verabschiedet. Mit Gegenstimmen von FDP, BFF und CDU – ausgenommen Lothar Stapf, der überraschend für den Antrag stimmte. „Was soll ich denn dagegen haben? Ich möchte lediglich darauf hinweisen, dass das alles nicht so leicht wird, wie man es sich vorstellt.“

Marcel Peters (Grüne) machte derweil seinem Ärger darüber Luft, dass Ortsvorsteher Friedrich Hesse (CDU) nicht den Verein Tortuga, der sich auch für die Nutzung des Areals engagieren möchte, eingeladen hatte. Der begründete das damit, dass sowohl Verbindung als auch Mainova eine Einladung abgesagt hätten. Da sei das „nicht zielführend gewesen“.

Uneinigkeit herrschte auch darüber, wie es mit den Baracken auf dem Gelände weitergehen würde. Diese wurden einst von der Mainova errichtet, ohne Genehmigung. „Das könnte aber noch nachgeholt werden“, meinte Angela Rühle. Dafür, so Lothar Stapf, müsste allerdings der Bebauungsplan geändert werden.

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