Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kirchendezernent Uwe Becker und Bildungs- und Integrationsdezernentin Sylvia Weber besuchen nach dem Brand die Ziehenschule in Eschersheim, um ein Zeichen gegen rechts zu setzen. Unbekannte hatten Wände und Türen des Schulgebäudes mit Hakenkreuzen beschmiert und ein Feuer gelegt.
+
Kirchendezernent Uwe Becker und Bildungs- und Integrationsdezernentin Sylvia Weber besuchen nach dem Brand die Ziehenschule in Eschersheim, um ein Zeichen gegen rechts zu setzen. Unbekannte hatten Wände und Türen des Schulgebäudes mit Hakenkreuzen beschmiert und ein Feuer gelegt.

Eschersheim

Frankfurter Ziehenschule benötigt Ersatzräume

  • Sabrina Butz
    VonSabrina Butz
    schließen

Nach dem Brandanschlag auf das Eschersheimer Gymnasium sind Turnhalle und Teile des Erdgeschosses des Schulgebäudes geschlossen. Schulleitung, Stadt und Ortspolitiker suchen nun kurzfristig nach Ersatzräumen.

Nach dem Brandanschlag in der Ziehenschule können vorerst weder die Turnhalle noch die Räume im Erdgeschoss für den Unterricht genutzt werden. Stadt, Schulleitung und Ortsbeirat suchen kurzfristig nach Ersatzräumen in der Nähe des Eschersheimer Gymnasiums in der Josephskirchstraße.

Dort sitzt der Schock über die Tat tief. In der Nacht vom 22. auf den 23. März waren Unbekannte in die Schulräume eingebrochen, haben gezündelt und Hakenkreuze sowie die Zahl 88 auf Tafeln und Wände geschmiert.

Gutachten schätzen den Schaden auf rund eine Million Euro. Neben den räumlichen Reparaturen arbeitet die Schule den Anschlag auch kreativ auf, um das Geschehen zu verarbeiten und Position zu beziehen. Entstanden sind Fotocollagen und Zeichnungen gegen Rassismus oder Homophobie. Ein Teil der Werke ist im Internet auf der Homepage der Schule (www.ziehenschule.de) zu sehen.

Das Motto „Hier machen Nazis keine Schule“ wurde auf den Schulhof gemalt – als eine „starke, positive Botschaft“, wie der für die Aufarbeitung zuständige Lehrer Carsten Herold erklärt. Nach den Osterferien sollen weitere Aktionen folgen.

Angebote im Stadtteil

Schulleiterin Christiane Rogler sagt, die Schüler:innen hätten tolle Ideen gehabt und „unglaublich gut“ mitgemacht. Auch Eltern hätten sich bedankt, dass die Schule so schnell reagiert habe. Rogler ist zuversichtlich, dass kurzfristig Ersatzräume gefunden werden. Sie wolle auch Unterricht in der Mensa anbieten, solange diese wegen der Pandemie sowieso kein Essen verkaufe.

Schulleiterin Christiane Rogler zeigt sich sehr froh über die Unterstützung, die das Gymnasium aus dem Stadtteil erfährt. So bietet der TV Eschersheim der Schule seine Turnhalle und sein Sitzungszimmer zur Überbrückung an. Der Sitz des Vereins befindet sich nur 500 Meter von der Ziehenschule entfernt. Dafür habe sich Inge Cromm eingesetzt, die sowohl der CDU Eschersheim als auch dem TV Eschersheim vorsitzt.

Die Stadtteilpolitikerin hat auch bei anderen Organisationen im Umkreis nachgefragt und positive Rückmeldungen erhalten: „Das beweist sehr eindrucksvoll, wie gut die Gemeinschaft und das Miteinander in unserem Stadtteil funktionieren“, lobt Schulleiterin Rogler. Da es strenge Vorgaben für Schulräume gebe, sei aber noch nichts offiziell.

Auch Günter Murr, der Sprecher des Amtes für Bau und Immobilien, sagt, es werde momentan geprüft, welche Räume in der Nähe des Gymnasiums kurzfristig angemietet werden können. Nach den Sommerferien braucht die Ziehenschule ohnehin mehr Platz, weil es eine neue fünfte Klasse gibt.

Christiane Rogler hofft, dass die für die Erweiterung notwendigen neuen Container bald kommen. So könne der Raumbedarf kurzfristig während der Sperrung des Erdgeschosses und langfristig mit einer erhöhten Zahl an Schüler:innen gedeckt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare