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Linda und Sonka (v.l.) stöbern bei der Kleidertauschparty von Eschersheim for Future.
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Linda und Sonka (v.l.) stöbern bei der Kleidertauschparty von Eschersheim for Future.

Eschersheim

Eschersheim: Die Zutaten bestimmen das Rezept

  • Sabrina Butz
    VonSabrina Butz
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Tortuga-Garten und Solidarische Landwirtschaft kochen nachhaltig. Eine Geburtstagsfeier gibt es trotz Corona-Bedrohung.

Hände werden keine geschüttelt, aber Organisator Kuwe Fritz findet es wichtig, dass „Veranstaltungen wie diese trotz Corona weitergehen“. Es seien sogar „mehr Leute als gedacht“ zum Jubiläumsabend für Nachhaltigkeit, genannt „Eschersheim For Future“, gekommen. Mit Gitarrenmusik, Kleidertauschparty, Gemüseeintopf und selbstgemachten Aufstrichen – beides von der „Solidarischen Landwirtschaft Frankfurt“ – feierte der Gemeinschaftsgarten Tortuga im Saal der Andreaskirche am Donnerstag Zweijähriges und die Solidarische die fünfjährige Kooperation mit dem Birkenhof in Egelsbach.

Untermalt von Fotos und Anekdoten erzählt Fritz die Entstehungsgeschichte des „Urban Gardening“-Projekts am Wasserturm und zeigt, wie mit Hilfe von Förderprogrammen und viel Motivation aus Einweg-Paletten ein gemeinschaftlicher Garten und ein Aufenthaltsort im Freien entstanden ist.

Dann spricht Doris Spohr über das Konzept der Solidarischen: Es gehe darum, Ernährung anders zu gestalten – auch, weil viele kleine Höfe Unterstützung bräuchten und Produkte aus dem Biomarkt sehr teuer seien. Manche wollten einfach gesund essen, andere ein Zeichen setzen gegen „Verpackungswahn und die langen Transportwege von Nahrungsmitteln“, sagt Spohr. Deswegen verpflichte sich eine Gruppe Verbrauchender für ein Jahr, die Produkte eines Hofs wöchentlich abzuholen – Zwischenhandel, Transportwege und Verpackungen werden gespart.

„Solidarität“ gilt auch untereinander

Und der Begriff „Solidarität“ gelte auch untereinander, so Spohr: Durchschnittlich kosten die Anteile, die meist von zwei Personen gemeinsam genutzt würden, etwa 80 Euro im Monat, je nach Einkommensverhältnissen aber auch mehr oder weniger. Die Gruppe vermittle Wertschätzung und „Wissen, wo mein Essen herkommt“. Zudem sei es auch eine ganz neue Erfahrung, biologische, saisonale und regionale Gemüsesorten kennenzulernen, die eben abhängen von Jahreszeiten, Klima- und Bodenbedingungen. So gebe es sehr viel Pastinake, Rettich und Rote Beete zu entdecken und „das Kochen läuft andersherum: Wir suchen ein Rezept je nach Gemüse, das da ist“, sagt Spohr.

Zum Abschluss des Abends gibt es einen Vortrag über nachhaltige Landwirtschaft und es wird diskutiert, wie diese mit Ernährung und einer generationengerechten Zukunft zusammenhängen. In vielen Situationen wird deutlich, dass das Interesse an einer Veränderung hin zu mehr Nachhaltigkeit groß ist – und gleichzeitig Räume in Eschersheim fehlen, wo man sich ohne Verzehrzwang treffen kann. An einer Wand werden Wünsche für „Mein Eschersheim im Jahr 2030“ angepinnt: ein neuer Drosselbart, ein Versammlungsort, sanierte Schulgebäude und ein Unverpackt-Laden.

Mehr Info und Kontakt im Web unter: www.tortuga-escherheim.de und www.solawi-frankfurt-main.de.

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