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Schon lange macht die Fried-Lübbecke-Schule, Im Uhrig 17, auf ihre Raumnot aufmerksam. Passiert ist bislang nicht viel.

Eschersheim

Fried-Lübbecke-Schüler bittet OB um Hilfe

  • vonSabrina Butz
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Seit geraumer Zeit schlagen Eltern und Lehrer der Fried-Lübbecke-Schule Alarm, weil der Platz in der Grundschule nicht ausreicht. Jetzt wenden sich die Kinder selbst an die Stadt.

Beeilt euch bitte, denn ohne euch wird das nie was und wir warten doch schon so lange und Platz ist doch wohl genug rundherum“, schreibt der achtjährige Theo, der die dritte Klasse der Fried-Lübbecke-Schule besucht. Den Brief hat der Grundschüler an Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD), Bau- und Immobiliendezernent Jan Schneider (CDU), Sportdezernent Markus Frank (CDU) sowie an Boris Zielinski, Geschäftsführer der Bäderbetriebe (BBF) geschrieben. Nachdem Eltern, Schulgemeinde und der Ortsbeirat sich zur massiven Raumnot der Grundschule Im Uhrig zu Wort gemeldet haben, werden nun auch die Schüler aktiv.

Schon lange gibt es zu wenig Platz an der Schule in Alt-Eschersheim aufgrund der wachsenden Schülerzahl. Räume, die als Lösung eines Runden Tisches vergangenes Jahr von einem benachbarten Hort angemietet wurden, können wegen der Hygienebestimmungen seit Frühjahr nicht mehr genutzt werden. Inzwischen werden 95 Grundschulkinder in einem Container betreut, der Platz für nur 45 Mädchen und Jungen bietet.

Nachdem Eltern und Lehrpersonen im Gespräch mit Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) großen Druck gemacht hatten, gab es einen Ortstermin an der Schule – doch weder die Presse noch die Bäderbetriebe wurden hinzugezogen. Auf die Bäderbetriebe kommt es aber an, wenn es um eine schnelle, unkomplizierte Lösung geht. Denn im benachbarten Freibad Eschersheim steht ein Fahrradständer, der einfach ein Stück versetzt werden müsste, um Platz für die vier Container zu schaffen, die schon da sind.

„Fast ein Jahr lang wurde nichts gemacht, obwohl das anders versprochen wurde – und jetzt stagniert es wieder“, empört sich eine Sprecherin der Elterninitiative. Sie befürchtet, dass die Container einfach an eine andere Schule vergeben werden: „Wir wissen nicht, was im Hintergrund läuft, aber für Kinder und Eltern ist der jetztige Zustand eine Katastrophe.“ Eine Mutter schildert, es sei viel zu eng und zu laut. Es gebe keine Rückzugsmöglichkeiten. Eigentlich sei die Betreuung der Grundschule toll, aber, wenn der Raum fehle, sei pädagogische Qualität unmöglich. Auch Theo schreibt in seinem Brief, er sei immer gerne in Schule und Hort gegangen: „Im Moment geht es uns hier aber nicht gut. Für uns Kinder haben wir doch sehr, sehr wenig Platz. Und man kriegt hier drinnen fast keine Luft mehr […] Glaubst du das würde euch gefallen?“

Der Chef der Bäderbetriebe, Boris Zielinski, sagt, er habe keine offizielle Anfrage erhalten und sei nicht in das Thema eingebunden, könne also keine Auskunft geben. Der Ortsbeirat 9 hat jetzt einen weiteren Ortstermin gefordert – diesmal mit allen Beteiligten, auch den Bäderbetrieben, dem Grünflächenamt und der Unteren Naturschutzbehörde. Ein Platz für die Container müsse dringend gefunden werden, eigentlich könne das nicht so schwer sein, findet das Gremium. Das Problem an der Fried-Lübbecke-Schule sei ja nicht nur die Raumnot, sondern auch die erhöhte Gefahr, sich mit dem Coronavirus anzustecken.

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