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Das Interesse an E-Autos wächst, aber noch fehlen Lademöglichkeiten wie hier in der Tiefgarage unter dem Römerberg in Frankfurt. Bild: Peter Jülich
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Das Interesse an E-Autos wächst, aber noch fehlen Lademöglichkeiten wie hier in der Tiefgarage unter dem Römerberg in Frankfurt. Bild: Peter Jülich

E-Mobilität in Frankfurt

Es fehlt an Lademöglichkeiten

  • VonDennis Pfeifer-Goldmann
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E-Mobilität sei aber „prioritäres Anliegen“, versichert Dezernent Majer

Mit dem Elektroauto in die Innenstadt zu fahren, ist nicht zwingend eine gute Idee. Denn mit dem Nachladen kann es dort schwierig werden – zumindest wenn der Fahrer ein städtisches Parkhaus ansteuert. Obwohl Elektroautos boomen, denkt die neue grün geführte Stadtregierung nicht daran, ihre Parkhäuser großflächig um Lademöglichkeiten aufzurüsten.

Das wird in einer Antwort aus der aktuellen Fragestunde der Stadtverordnetenversammlung deutlich. Nachgefragt hatte FDP-Verkehrspolitiker Uwe Schulz und dabei auf ein neues Parkhaus unter dem Altstadtring in München verwiesen. Das biete nicht nur 520 breite Parkplätze, sondern auch „ein neues Konzept zur großflächigen Integration von E-Mobilität, wie etwa Elektroautos, E-Scooter oder Pedelecs“. Zudem könnten verschiedene Fahrzeuge per App gemietet werden. Ob Frankfurts Regierung so etwas ebenfalls plant und was das kosten würde, interessiert Schulz.

Vom neuen Mobilitätsdezernenten Stefan Majer (Grüne) kommt ein faktisches Nein. Es „stehen derzeit keine größeren Sanierungen an“ von Parkhäusern, „die eine solche umfängliche Ausgestaltung, die bereits bei der Planung berücksichtigt werden müssten, möglich machen, erklärt Majer. Er beruft sich auf Angaben der in städtischem Besitz befindlichen Parkhausbetriebsgesellschaft (PBG). „Bei früheren Planungen und Umsetzungen der von der PBG betriebenen Parkgaragen standen solche Services noch nicht im Betrachtungsrahmen“, sagt der Dezernent. Die Tiefgaragen und Parkhäuser seien im Durchschnitt 32 Jahre alt.

Die PBG setze bereits „entsprechende Dienstleistungen“ um und arbeite „an sinnvollen Weiterentwicklungen der Serviceleistungen“, erklärt Majer, ohne konkret zu werden. Das geschehe „im Rahmen der vorhandenen technischen und baulichen Möglichkeiten“. Für den Magistrat sei der Ausbau der E-Ladeinfrastruktur und die Schaffung und Vernetzung mit anderen Mobilitätsformen wie Leihrädern oder sicheren Fahrradparkplätzen mit Lademöglichkeiten „ein prioritäres Anliegen“, versichert Majer. „Dies ist im Koalitionsvertrag im Rahmen der klimagerechten Mobilitätswende als Schwerpunkt festgelegt.“

Das Problem fehlender Elektrolademöglichkeiten in städtischen Parkgaragen hatte PBG-Geschäftsführer Michael Bachmann am Beispiel der Tiefgaragen in der Nordweststadt eingeräumt. Von der Stadt gebe es keine Vorgaben dazu. Außerdem kosteten solche Investitionen Geld, betonte Bachmann – das letztlich, direkt oder indirekt, aus dem Stadtsäckel fließen muss. Eine große Nachfrage nach Ladestationen auch in privat genutzten Tiefgaragen und Parkhäusern hatte der Immobilienbesitzerverband Haus & Grund bestätigt.

Ladestationen für Elektroautos werden bisher nur in einzelnen öffentlichen Parkhäusern in der Innenstadt angeboten. So nennt Betreiber Apcoa diese Ausstattung für die Garagen von My-Zeil, Messeturm, Opernturm, Hotel Interconti, Hotel Mövenpick im Europaviertel und Uniklinik/Innengelände. Die PBG bietet Stromtankstellen in ihren Parkhäusern Alt-Sachsenhausen, Am Hauptbahnhof, Börse, Dom/Römer und Goetheplatz an.

In vielen dieser Parkhäuser ist das Laden allerdings bisweilen Glückssache: Oftmals gibt es nur sehr wenige Ladesäulen. So meldet die Tiefgarage Hauptbahnhof-Süd von DB-Bahn-Park eine einzige Ladestation, das Parkhaus Kaiserplatz nur zwei Lademöglichkeiten, die Tiefgarage des Westend-Gate in der Hamburger Allee von Q-Park hat vier. Am Goetheplatz sind es zwei E-Tankstellen, im Römer-Parkhaus immerhin vier, an der Börse sechs.

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