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Erstmals Nachhaltigkeitspreis an Frankfurter Schulen verliehen

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Bildungdezernentin Sylvia Weber (SPD) hat sieben Schulen für ihr Engagement ausgezeichnet

Sieben Schulen aus Frankfurt, die im vergangenen Jahr besonders aktiv in Klimaschutz und Nachhaltigkeit waren, wurden geehrt. Sie haben den ersten „Nachhaltigkeitspreis Frankfurter Schulen“ bekommen. Neben einer Projektförderung von 2000 Euro wurden sie mit „Aktionspreisen“ von Frankfurter Institutionen belohnt. Geehrt wurden: die Textorschule, die Georg-Büchner-Schule, das Adornogymnasium, die Anne-Frank-Schule, die IGS Süd, die IGS Nordend und die Carlo-Mierendorff-Schule.

Die sieben Schulen haben alle unterschiedliche Projekte verwirklicht, auf Basis der „Sustainable Development Goals“ (SDG) der Vereinten Nationen (UN). An der Georg-Büchner-Schule etwa gab es viele Projekte zum Nachhaltigkeitsthema. Daher wurde ein Logo entwickelt, das zeigen soll, welche Projekte dazugehören. „Ein grüner Faden, der alle verbindet“, sagt Ida Stille aus der zehnten Klasse. Sie hat mit ihrer Klasse einen Kalender für regionales Obst und Gemüse gemacht, der das Logo trägt. „Es war uns sehr wichtig, dass es in die Zukunft geht“, sagt Stille. Der grüne Faden soll noch weitergeführt werden, auch in den nächsten Jahren.

Die Schüler:innen der Anne-Frank-Schule hingegen haben sich für ihren Schulalltag einen nachhaltigen Stoffkreislauf erdacht. Sie bauen Obst und Gemüse im Schulgarten an, das im Bistro der Schule verwendet wird. Die Abfälle kommen dann zurück in den Garten auf einen Komposthaufen und können auch dort wieder verwendet werden. Jetzt haben sie auch ein eigenes Gewächshaus gebaut, um bei jedem Wetter anpflanzen zu können.

Bei der IGS Nordend wurde nach der eigenen „nachhaltigen Projektwoche“ die Idee groß, allen Schulen die Möglichkeit zu bieten, eine solche Woche zu veranstalten. Daraufhin haben die Schüler:innen einen Leitfaden entwickelt und online zur Verfügung gestellt, um andere Schulen zu unterstützen.

Die Streuobstwiesen rund um die Carlo-Mierendorff-Schule sollten erhalten und gepflegt werden, das war den Schüler:innen wichtig. Alte Apfelsorten müssten gefördert und erhalten werden, damit sie nicht aussterben. Außerdem haben die Schüler:innen noch Beete mit Kräutern und Gemüse gepflanzt. Die IGS Süd hat gleich alle „Sustainable Development Goals“ (SDG) der Vereinten Nationen (UN) genau bearbeitet. Im Fach „Leben“ haben sich die Schüler:innen informiert und eigene Projekte ausgedacht. Jakob Lorenz zum Beispiel möchte mit seiner Gruppe einen Grünstreifen vor der Schule anlegen, mit Blumen und Insektenhotels. „Wir haben Blumen ausgesucht, die gut sind für Bienen“, erklärt Lorenz. Malte Eisenreich und seine Gruppe hat Waffeln verkauft, das daraus erhaltene Geld soll an einen Biobauernhof gespendet werden. Bei der Auswahl des Bauernhofs prüfen sie genau: „Wir wollen sehen, dass es den Tieren dort gut geht“, sagt Eisenreich.

Der Nachhaltigkeitspreis war jetzt zunächst in der Pilotphase und soll dieses Jahr noch einmal stattfinden. Von da an wird er dann alle zwei Jahre ausgeschrieben und soll sich mit dem Frankfurter Schulpreis ergänzen. Nadia Killmann vom Stadtschulamt, die das Projekt betreut hat, sagt: „Wir sind zufrieden.“

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