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Frankfurt: Erster taiwanesischer Waffelladen eröffnet – Das erwartet die Gäste

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Von: Kathrin Rosendorff

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Chih-Ching Lee (li.) ist in Taiwan geboren und aufgewachsen. Zusammen mit Zhe Liu hat sie nun ihren Traum wahrgemacht und auf der Leipziger Straße in Bockenheim den ersten taiwanesischen Waffelladen in Frankfurt eröffnet.
Chih-Ching Lee (li.) ist in Taiwan geboren und aufgewachsen. Zusammen mit Zhe Liu hat sie nun ihren Traum wahrgemacht und auf der Leipziger Straße in Bockenheim den ersten taiwanesischen Waffelladen in Frankfurt eröffnet. © Peter Jülich

Auf der Leipziger Straße in Frankfurt gibt es bei „Hoja Taiwanese Waffle and Drinks“ jetzt taiwanesische Waffeln mit hausgemachten Füllungen wie Matcha-Streusel.

Frankfurt – Chih-Ching Lee steht unweit des länglichen Waffeleisens, das viele kleine Herzchenformen hat. Die 33-Jährige gießt erst etwas Teig, dann eine hausgemachte Füllung wie Matcha-Streusel oder Thunfisch-Mais und schließlich noch mal den Teig darüber. Die taiwanesischen Waffeln in Herzchenform sind so klein wie Tapas und erinnern optisch mehr an Windbeutel als an europäische Waffeln. Auf jeder steht „Love“. Ein gelbes Fähnchen steckt in der Mitte: Darauf sind eine gemalte Katze und das Wort „Hoja“ abgebildet.

„Hoja bedeutet im taiwanesischen Dialekt lecker. Wir wollen taiwanesisches Streetfood auch in Deutschland bekannt machen“, erzählt Lee. Die Katze auf dem Fähnchen ähnele ihrer eigenen, sagt sie. Lee ist in Taiwan geboren und aufgewachsen. In ihrem Heimatland hat sie eigentlich Biotechnologie studiert. Seit fünf Jahren lebt sie in Deutschland.

Frankfurt: Schnell hat sich der neue Waffel-Laden rumgesprochen

Zusammen mit dem gebürtigen Chinesen Zhe Liu (42) hat sie nun vor wenigen Wochen ihren Traum wahr gemacht und auf der Leipziger Straße in Bockenheim den ersten taiwanesischen Waffelladen in Frankfurt eröffnet. Sechs Monate habe der Umbau gedauert. Hoja Taiwanese Waffle and Drinks heißt er. Schnell hat sich der neue Laden rumgesprochen. An den Nachmittagen kommen bereits viele Gäste. Auch auf Instagram teilen sie Fotos der Waffeln und dazu ihre Begeisterung.

Beim Reinbeißen fällt auf: Der Teig ist fluffig, der Rand ist knusprig, die hausgemachte Füllung – ob Vanillepudding oder Cranberry Cheese Cream – ist warm und lecker und zergeht im Mund. Dazu bleiben die Finger sauber, weil die Waffel mit zwei, drei Happen im Mund landet und die Füllung nicht ausläuft.

Zwei Waffeln kosten in dem Frankfurter Laden je nach Sorte zwischen 2,80 und 3,20 Euro, vier zwischen 4,40 und 4,90 Euro. „Sie sehen klein aus, aber sie sind mächtiger, als sie aussehen, und sie schmecken sehr gut“, sagt ein Kunde.

Hoja in Frankfurt: Waffeln gibt es nur zum Mitnehmen

Die Waffeln gibt es ausschließlich zum Mitnehmen, denn die Ladenfläche ist viel zu klein, um Tische aufzustellen. Also verkaufen Lee und Liu aus dem Fenster heraus. Ein Mitarbeiter unterstützt sie. Über dem Laden steht „Ji Dan Gao“ auch noch mal in chinesischen Schriftzeichen. So heißen diese Waffeln in Taiwan.

„Früher gab es in Taiwan die Waffeln ohne Füllungen. Dieser Trend mit den Füllungen kam erst in den letzten fünf Jahren auf“, erzählt Lee. Sie habe sich selbst beigebracht, wie der Teig und die Füllungen am besten gelingen. Alles sei frisch und hausgemacht. Es gibt sechs süße Variationen, von Vanille- über Zartbitter- und Haselnusspudding bis zu Kokos-Streusel, Matcha-Streusel, Cranberry Cream Cheese und Taropüree. Taro ist ein Knollengemüse, geschmacklich erinnert es an Esskastanie und Süßkartoffel.

Adresse, Öffnungszeiten, Instagram

Hoja Taiwanese Waffle and Drinks. Leipziger Straße 77, Öffnungszeiten: täglich außer dienstags von 12 bis 19 Uhr. Auf Instagram kann man Hoja zudem folgen unter: hoja_ffm

Die einzige herzhafte Füllung ist bislang Thunfisch-Mais. „Die meisten Deutschen bevorzugen süße Waffeln, aber wir arbeiten gerade an einer Wurstfüllung; die wird auch sehr lecker sein“, sagt Lee. Überhaupt wollten sie zu den Standardsorten immer wieder neue Sorten als „Limited Edition“ den Kund:innen in Frankfurt zum Ausprobieren anbieten. Vegane Waffeln gäbe es bislang nicht, aber vielleicht in Zukunft.

Neuer Laden in Frankfurt: Auch Bubble Tea gibt es bei Hoja, aber mit Kniff

Außerdem verkaufen sie hier auch den bei jungen Leuten sehr beliebten Bubble Tea. „Das ist aber nicht der typische Bubble Tea. Denn anders als in den meisten Läden machen wir unsere Tees selbst: So ist unser Hibiskus- Schwarztee aus echten Hibiskusblättern und nicht aus Sirup“, sagt Liu. Außerdem können die Gäste aussuchen: ob sie 100 Prozent Zucker, halb so viel Zucker (50 Prozent), weniger Zucker (30 Prozent) oder gar keinen Zucker haben wollen.

Und schon jetzt planen Lee und Liu sich in Frankfurt zu vergrößern: „Wir wollen noch unbedingt einen zweiten Laden in der Innenstadt aufmachen. Wir sind gerade auf der Suche. Schön wäre ein Geschäft, das dann etwas größer ist. Dann könnten die Gäste auch die Waffeln bei uns essen“, sagt Liu. (Kathrin Rosendorff)

Fans asiatischer Küche sollten auch das Masa Japanese Cuisine kennenlernen. Das japanische Restaurant in Frankfurt wurde jüngst mit seinem ersten Michelin-Stern ausgezeichnet.

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