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Viele sollen nach Berlin kommen, wie ist egal (Symbolfoto).

Pop-up-Restaurant in Frankfurt

Erst in Frankfurt essen, dann nach Berlin reisen

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Ein Pop-up-Restaurant im Bahnhofsviertel in Frankfurt soll für die Hauptstadt begeistern.

Das Ambiente fällt nicht weiter auf im Bahnhofsviertel. Rote Vorhänge über abblätterndem Putz, altbackene, gemütlich aussehende Möbel, dazu Interieur aus einfachen Holzkonstruktionen, Topfpflanzen, karge Wände. Passt alles zum Flair des Viertels, das zunehmend hippe Lokalitäten anlockt.

Anlocken will auch Christian Tänzler. Allerdings keine Geschäfte, sondern Menschen. Und auch nicht ins Bahnhofsviertel, sondern nach Berlin. Wobei, im Moment eigentlich beides. Denn Tänzler ist Pressesprecher der vom Land Berlin bezuschussten Firma Visit Berlin. Das Unternehmen betreibt aktuell ein Pop-up-Restaurant in der Alten Textilfabrik in der Taunusstraße. „Das Ambiente ist bewusst so gewählt“, erzählt Tänzler. „Hinter dem Ganzen steckt die Idee, Berlin auf eine andere Art darzustellen.“

Der Fokus liegt auf der kulinarischen Vielfalt der Hauptstadt. „Wir sind viel weiter als Currywurst und Döner“, sagt Tänzler. Und so gibt es im „Pop into Berlin“-Restaurant ein Dreigängemenü, das Tradition mit Moderne verbinde und auch den multikulturellen Flair der Stadt miteinbeziehe. Die Vorspeise etwa hört auf den klangvollen Namen „Südspree“ und besteht aus Räucherforelle, Radieschen, Spreewaldgurke, Apfel und Schnittlauch. Zu jedem Gang läuft ein entsprechender Imagefilm. Gekocht wird von Köchen der Berliner Firma Barkin Kitchen, die laut Tänzler auf Pop-up-Restaurants spezialisiert ist. Während des Essens spielt ein Pianist für die maximal 40 Gäste, und die „Klebebande“ geht ihrer Arbeit nach: Die jungen Leute verzieren die Wände kunstvoll mit Klebeband.

Spezialitäten wie Berliner Gin

Doch „Pop into Berlin“ hat noch mehr zu bieten: In der angrenzenden Bar gibt es Spezialitäten wie etwa Berliner Gin, und im eigens aufgebauten Shop können Gäste Berliner Produkte kaufen, etwa Popcorn mit Weiße-Schokolade-Geschmack. Dazu legt ein DJ aus dem Berliner Nachtleben auf.

Nach Touren mit einem Pop-up-Store und einem Pop-up-Club ist die Restauranttour bereits die dritte Kampagne von Visit Berlin. Das Konzept der Firma bestehe aus zwei Komponenten, betont der Pressesprecher: Zunächst wolle man „konkrete Reiseanlässe“ bieten, in diesem Fall die Gastronomie. Da jeder zweite Berliner Tourist im vergangenen Jahr aus Deutschland kam, führt die Reise des Pop-up-Restaurants von Köln über Frankfurt nach Hamburg. Die zweite Komponente bestehe darin, ein Image aufzubauen. Denn „das Image wirkt ja viel langfristiger“, so Tänzler.

Bis einschließlich 14.Oktober ist das Restaurant in der Taunusstraße 19 geöffnet. Das Dreigängemenü inklusive Aperitif und Digestif kostet 30 Euro, Getränke exklusive. Serviert wird täglich einmal um 18 Uhr und einmal um 20.45 Uhr. Bar und Shop öffnen um 21 Uhr, hierfür wird kein Ticket benötigt. Restkarten fürs Menü kann man reservieren unter: www.visitberlin.de/popintoberlin.

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