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Sanierte Villa 102 der KfW-Bankengruppe.

Villa 102 in Frankfurt

KfW eröffnet Villa 102 nach mehrjähriger Sanierung

Nach mehrjähriger Sanierung erhält eine der letzten und schönsten Villen im Frankfurter Westend eine neue Bestimmung: die Villa 102.

Das über 100 Jahre alte Kulturdenkmal, das am Mittwochabend eröffnet wurde, wird künftig als „Villa 102“ das Gesicht der Stiftung der KfW-Bankengruppe sein. Diese will das Haus künftig als „Dialog- und Kulturplattform“ nutzen. Veranstaltungen sollen auch der Öffentlichkeit zugänglich sein, sagt ein KfW-Sprecher.

Die Bankengruppe hatte 2012 das Haus an der Bockenheimer Landstraße 102, in dem früher jahrelang das Literaturhaus beheimatet war, für sechs Millionen Euro gekauft. Angaben zu den Kosten der umfangreichen Sanierung wollte die Bank nicht machen.

Die Villa sei ein Spiegelbild unserer Geschichte, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) bei der Eröffnung. Das 1912 im barockisierenden Stil gebaute Haus wurde 1918 von der jüdischen Industriellenfamilie Sondheimer gekauft, die 1932 in die Niederlande und dann die USA emigrierte. Im Nationalsozialismus wurde das Haus „arisiert“ - die Stadt Frankfurt eignete es sich an.

1950 erhielten die in den USA lebenden Töchter Sondheimers ihr Eigentum zurück und verkauften das Haus anschließend. 1990 mietete die Stadt die Villa für das Literaturhaus, das jedoch 2005 in die wiederrichtete Alte Stadtbibliothek im Ostend zog. (dpa)

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