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Erneuter Rekord bei Tagungen

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Die Veranstaltungszahlen Frankfurts wachsen - entgegen dem Deutschlandtrend. 2018 kamen erstmals mehr als fünf Millionen Teilnehmer und sorgten für einen Rekordgewinn.

Das Tagungs- und Kongressgeschäft in Frankfurt ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen. 79 874 Veranstaltungen gab es 2018 in der Stadt. Dabei wurde erstmals die Fünfmillionenmarke bei den Besucherzahlen geknackt. Das Plus bei den Tagungs- und Kongressveranstaltungen verhält sich gegenteilig zum Deutschlandtrend, der rückläufige Zahlen aufweist.

Durch die positiven Zahlen bleibt Frankfurt neben Berlin und München unter den Top 3 der bevorzugten deutschen Großstädte für Veranstaltungen dieser Art. „Von den Teilnehmern profitieren auch Einzelhandel, Kultur, Hotels und Gastronomie“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) bei der Präsentation am Freitag. Statistisch gesehen, gebe jeder Teilnehmer im Schnitt 194 Euro pro Tag aus. „Die Kongressbranche ist ein starker Wirtschaftsfaktor für die Stadt“, ergänzte Thomas Feda, Geschäftsführer der Tourismus- und Congressgesellschaft (TCF), die die Zahlen erhebt. Fast eine Milliarde Euro (987,3 Millionen Euro) betrug der Gesamtumsatz aus den Veranstaltungen im vorigen Jahr. Das ist ein Plus von 117,3 Millionen Euro (13,5 Prozent).

Feldmann zog eine direkte Verbindung vom Kongress- zum Tourismusgeschäft. Wer beruflich in der Stadt war, komme auch privat noch mal wieder und umgekehrt. Der Oberbürgermeister erklärte zudem, dass auch das Umland von den Tagungsteilnehmern profitiere.

Erstmals konnte durch die Erhebung der Tourismusabgabe belegt werden, dass rund zwei Drittel der 10,15 Millionen Übernachtungen in der Stadt geschäftlich motiviert sind. Rund 20 Prozent des Gesamtübernachtungsvolumens entfällt dabei auf Teilnehmer von Tagungen und Kongressen.

Angesichts all der steigenden Zahlen ist es nicht verwunderlich, dass es bei Veranstaltungen aus allen Größensegmenten Zuwächse gab. Die meisten Veranstaltungen bilden immer noch die Meetings mit bis zu 50 Teilnehmern (76,3 Prozent). Mit 0,4 Prozent bleiben Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern das kleinste Segment, aber das Wachstum von 42 Veranstaltungen im Vergleich zu 2017 hat gerade bei mehrtägigen Kongressen deutliche Auswirkungen auf Übernachtungen und Umsatz.

Positive Prognosen

Die meisten Veranstalter kommen aus Deutschland (79,8 Prozent). Bei den ausländischen Veranstaltern liegt Großbritannien vorne, gefolgt von den US-Amerikanern und den Schweizern. Merklich gestiegen seien Tagungen aus China, die mittlerweile hinter Österreich auf dem fünften Platz rangieren.

Ein Ende des Wachstums sei auch für die kommenden Jahre nicht abzusehen, sagte Feda. Er verwies beispielhaft auf den jährlichen europäischen Kongress der Rheumatologen, der im Juni 2020 in Frankfurt stattfinden wird. Eine Veranstaltung, um die man sich seit Jahren bemühe und die etwa 15 000 Teilnehmer in die Stadt bringen werde. „Wir werden weiter wachsen und sind auch zum Wachsen verpflichtet“, sagte der TCF-Geschäftsführer mit Blick auf neu entstehende Hotels und Tagungsmöglichkeiten.

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