Verkehr

Erneute Verhandlung mit Radentscheid

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Verkehrsdezernent Klaus Oesterling wirbt für einen Kompromiss. Manche Forderung sei einfach nicht umsetzbar.

Bei der anstehenden Verhandlung mit dem Radentscheid Frankfurt wirbt Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) um Kompromissbereitschaft. „Die sieben Forderungen des Radentscheids kann ich in ihrer allgemeinen Form unterstützen, Probleme finden sich allerdings im Kleingedruckten“, sagte er. So sei es aus Gründen des Denkmalschutzes oder der Eigentumsverhältnisse kaum möglich, 2000 zusätzliche Abstellplätze pro Jahr zu errichten.

Die nächste Verhandlung findet am Mittwochabend statt. Teilnehmen werden die Vertrauensleute des Radentscheids – Heiko Nickel, Norbert Szep, Alexander Breit – sowie Stadtrat Oesterling und die Vertreter der Koalition: Martin Daum (CDU), Eugen Emmerling (SPD), Wolfgang Siefert (Grüne). Zuletzt hatte der Frankfurter SPD-Vorsitzende Mike Josef die Forderungen des Radentscheids unterstützt, wie die Grünen-Fraktion zuvor.

Bei der Verhandlung am Mittwoch wird es nach Informationen der FR erneut um die Frage gehen, welche Hauptstraßen in Frankfurt baulich getrennte Radwege erhalten könnten. Der Radentscheid fordert dies unter anderem auf der Friedberger, Eschersheimer, Bockenheimer, Mörfelder, Hanauer und Mainzer Landstraße sowie auf der Schweizer und Berliner Straße und am Hauptbahnhof. „Bei der Reihenfolge und der Methode des Umbaus sind wir durchaus kompromissbereit“, sagte Heiko Nickel vom Radentscheid. Ziel sei es, in drei Jahren rund 45 Kilometer sichere Radwege zu errichten.

Das wird der große Knackpunkt der Verhandlung. Denn dazu gibt es bislang keine einheitliche Position der Koalition. Vor allem die CDU-Fraktion sträubt sich dagegen, die Kapazität der großen Durchgangsstraßen einzuschränken.

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