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Der beschädigte Bus steht nach einem Unfall bei Frankfurt am Main an der Straße.
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Der beschädigte Bus steht nach einem Unfall bei Frankfurt am Main an der Straße.

Polizei

Ermittlungen nach Unfall

  • VonDennis Pfeifer-Goldmann
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Busunglück mit Kindern ging glimpflicher aus als befürchtet.

Der Unfall eines Schulbusses nahe Bergen-Enkheim vom Freitag ist offenbar glimpflicher ausgegangen als zunächst befürchtet. So sind nach aktuellem Stand nur drei Schüler und drei Erwachsene leicht verletzt worden. Allerdings lässt die Staatsanwaltschaft untersuchen, warum der Bus der Privaten Kant-Schule (PKS) aus dem Nordend auf einen Lastwagen aufgefahren war.

„Die Ermittlungen laufen“, sagt Nadja Niesen, Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Ein Sachverständiger sei aktuell weiterhin mit seinen Untersuchungen befasst. Den Schulbus hatte die Staatsanwaltschaft noch an der Unfallstelle beschlagnahmt.

Von den 19 ins Krankenhaus gebrachten Kindern im Alter von vier bis sieben Jahren hätten nur zwei die Nacht zum Samstag in der Klinik verbringen müssen, erklärt Hans-Christian Beier, der Leiter der Kant-Schule. „Gottlob geht es allen recht gut.“ 16 Kinder seien nur zur Beobachtung in Kliniken gekommen und am gleichen Tag wieder entlassen worden, ebenso wie ein anderes verletztes Kind. Zwei weitere verletzte Kinder seien am Samstag zur Beobachtung noch im Krankenhaus gewesen. Sie hätten „minimale Verletzungen“, etwa ein Hämatom am Knie gehabt, sagt Beier. Auch der Fahrer (60) des Busses habe das Krankenhaus wieder verlassen können.

Am Freitagvormittag war der Bus mit 34 Kindern auf der abschüssigen B521 zwischen Bad Vilbel und Bergen-Enkheim vor der Kreuzung zur Bergener Umgehung auf einen vor ihm an einer roten Ampel haltenden Lastwagen geprallt. Der Fahrer hatte noch nach links gelenkt; so stieß der Bus nur zum Teil gegen den Lastwagen. „Das geschah nur in Schrittgeschwindigkeit“, erklärt der Schulleiter. Verletzt wurden auch die Fahrer zweier Fahrzeuge, auf die der Lastwagen durch den Aufprall geschoben wurde.

Nach dem Unfall hatte die Polizei erklärt, dass ein Versagen der Bremsen untersucht werde. Das Fahrzeug der Marke Irisbus ist nicht mehr ganz jung: 2013 hatte Hersteller Iveco den Markennamen auslaufen lassen. Der Bus habe 200 000 Kilometer auf dem Tacho. Erst im August sei er vom TÜV abgenommen worden. Und am Tag vor dem Unfall sei der Bus in der Werkstatt geprüft worden. „Der Bus war technisch und optisch in einem absolut hochwertigen Zustand“, unterstreicht der PKS-Leiter. Dennoch dürften nun Eltern Fragen stellen zur Sicherheit der Kant-Schulbusse. So spricht zumindest ein Nutzer im Netzwerk Facebook in einem im November 2019 veröffentlichten Beitrag von „kaputten Bussen“ der Kant-Schule – allerdings ohne weitere Angaben zu machen.

Ungewöhnlich ist, wie die PKS ihren Busverkehr organisiert. Für öffentliche Schulen schreibt das Stadtschulamt deren Busfahrten regelmäßig aus, vergibt sie an den günstigsten Bieter. Eine Ausschreibung nehme die Kant-Schule nicht vor, erklärt Schulleiter Beier. Ein Busunternehmen betreibe drei Busse exklusiv für die Schule. Die Busse würden von einer externen Werkstatt betreut.

Dieser Personenbeförderungsbetrieb, der für die Kant-Schule fährt, gehört wiederum dem Schulleiter selbst. „Das möchte ich nicht in der Presse lesen“, reagiert Beier darauf angesprochen. Der Firmensitz ist identisch mit seiner Privatadresse in Maintal.

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