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Der Frankfurter Römer.
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Der Frankfurter Römer.

Römerbriefe

Erinnerungen

  • Sandra Busch
    vonSandra Busch
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  • Georg Leppert
    Georg Leppert
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2020 ist nun fast vorbei. Die Dezernentinnen und Dezernenten haben aber bleibenden Eindruck hinterlassen. Die FR-Glosse aus dem Frankfurter Rathaus.

Busch: Wir mussten den Weihnachtsbaum oben absägen, damit er ins Wohnzimmer passt.

Leppert: Sieht der Baum jetzt nicht komisch aus?

Busch: Schon, hat nicht mehr die typische Weihnachtsbaumform.

Leppert: Passt doch. Es war ja auch kein typisches Jahr.

Weihnachten war für unsere Dezernentinnen und Dezernenten ein schönes Fest, liebe Freundinnen und Freunde der Kommunalpolitik. Zumindest gab es viele schöne Weihnachtsgrüße von ihnen auf Facebook. Kämmerer Uwe Becker (CDU) wünschte in sieben Sprachen frohe Weihnachten (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Russisch, Polnisch). Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) teilte ein 46 Sekunden langes Video von einer flackernden Kerze mit der Welt. Und Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) zeigte ihre Festtafel – über der ein Weihnachtsbaum von der Decke hing. Beeindruckend. Aber nun ist Weihnachten rum, das Jahr neigt sich dem Ende zu. Zeit für eine Bilanz. Was bleibt aus diesem Jahr in Erinnerung von unserem Magistrat?

Baudezernent Jan Schneider (CDU): Es gibt Politikerinnen und Politiker. CDU-Wahlkämpferinnen und -Wahlkämpfer. Gegnerinnen und Gegner von Sylvia Weber. Nur nicht für Jan Schneider. Der hat keine Zeit fürs Gendern.

Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD): Dicke Luft.

Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU): Er sagte den Kids auf dem Opernplatz, er würde sich über eine Polizeikontrolle freuen. Im Stadtparlament sagte er hingegen nichts. Er bekam einen Maulkorb. Nicht von der Polizei, sondern vom Oberbürgermeister.

Planungsdezernent Mike Josef (SPD): Er kämpfte leidenschaftlich für das Wohnquartier Günthersburghöfe im Nordend und gegen undankbare Koalitionspartner: Da hat er doch die Pläne für das von seinem grünen Amtsvorgänger vorangetriebene Projekt „ökologisieren“ lassen und nun trotzdem die Grünen gegen sich.

Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne): Sie warnte trillionenmal vor dem Klimawandel. Nutzte nichts. Der Stadtwald stirbt.

Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU): Ging es wie Frank. Maulkorb. OB. Durfte nichts zur AWO im Stadtparlament sagen.

Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD): Das Fleisch von Sodexo, die Nudeln vom ASB. Mahlzeit, Frau Bildungsdezernentin.

Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD): Eine Studie. Sacken lassen. Diskussion darüber. Noch eine Studie. Koalitionskrise. Machbarkeitsstudie. Krach mit der CDU. Und, ups, jetzt ist plötzlich kein Geld mehr da für den Neubau der Bühnen.

Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne): Hat das schönste Impfzentrum Deutschlands eingerichtet. Niemand wird so stilvoll wie in der Festhalle geimpft.

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD): Er hatte ganz tolle Ideen. Und weil die so toll waren, hat er niemandem davon erzählt. Schon gar nicht den Koalitionspartnern.

Kämmerer Uwe Becker (CDU): Er muss nach diesem verflixten Corona-Jahr sparen, denn für ihn ist es „nicht unsere Verantwortung, Musik zu spielen, bis das Schiff gesunken ist, sondern dafür zu sorgen, dass es nicht sinkt“. Frei nach dem Titanic-Film rufen die Dezernent:innen: „Aber diese Stadt kann nicht sinken.“ Der Kämmerer antwortet: „Ich versichere Ihnen, sie kann!“ Und dann geben alle lieber schnell ihre Sparvorschläge fürs nächste Jahr ab.

Sandra Busch und Georg Leppert gehören zum Römer-Team der FR, das aus dem Frankfurter Römer berichtet.

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