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Entsiegeln für alle in Frankfurt

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Von: Thomas Stillbauer

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Paradebeispiel für Versiegelung: der Frankfurter Roßmarkt.
Paradebeispiel für Versiegelung: der Frankfurter Roßmarkt. © Rolf Oeser

250 Quadratmeter zu gewinnen: „Lust auf besser leben“ hat mit Partnern eine Kampagne gestartet.

Dass versiegelter Boden schlecht fürs Stadtklima ist und Überschwemmungen begünstigt, hat sich herumgesprochen. Also muss wieder Erde ans Tageslicht. Um auf diesem Weg zu helfen, hat die Frankfurter Nachhaltigkeitsorganisation „Lust auf besser leben“ (Labl) eine Kampagne gestartet: Bürgerinnen, Bürger und Gruppen können sich mit Ideen für ihr Quartier bewerben und Begrünung für insgesamt bis zu 250 Quadratmeter Boden gewinnen.

Es gehe darum, den öffentlichen Raum zurückzuerobern und lebenswert zu gestalten – durch mehr grüne, kühlende und artenreiche Oasen, sagt Labl-Geschäftsführerin Marlene Haas. Ideen dafür soll die Kampagne liefern. Unterstützend mit dabei sind die Deutsche Postcode Lotterie, Abfallentsorgerin FES und die Naspa-Stiftung.

Wer eine Idee für einen bislang versiegelten Ort hat, kann sie bis Weihnachten hochladen auf www.greenit-up.de – Voraussetzung: Der Ort muss im öffentlichen Raum liegen, und die Antragstellenden übernehmen anfangs das Gießen der begrünten Flächen, falls ihre Idee ausgewählt wird.

Ortsbeiräte sind gefragt

Aufgerufen seien auch Mitglieder aus Ortsbeiräten oder Familienzentren, sagt Marlene Haas: Sie wüssten am besten, wo in der Nähe Flächen entsiegelt werden sollten oder wo schon Initiativen laufen. „Genau hier kann das Projekt eine Ko-Finanzierung bieten.“ Das Projekt solle einen Impuls geben als Ergänzung zu städtischen Entsiegelungsplänen.

Im Januar soll eine Jury entscheiden, welche Ideen in eine engere Auswahl kommen. Vor Ort sind dann Aktionen zur Vorbereitung geplant. Im März steht fest, welche Flächen entsiegelt und begrünt, oder „bebuntet“ werden.

Die Jury: Rainer Dambeck (Goethe-Uni), Martina Winker (Institut für sozial-ökologische Forschung), Frauke Fischer (Biologin und Autorin), Daniel Präkelt (Gartenarchitektur Meister Bockelt & Kollegen), Michael Werner (FES), Wolfgang Siefert (Mobilitätsdezernat Frankfurt) und Peter Cachola-Schmal (Direktor des Deutschen Architekturmuseums).

Weitere Informationen:

www.greenit-up.de

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