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Das Gebäude in der Kaufunger Straße bleibt bestehen, dafür verschwindet die Grünfläche.
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Das Gebäude in der Kaufunger Straße bleibt bestehen, dafür verschwindet die Grünfläche.

Bockenheim

Entsetzen über Pläne für früheres Tibethaus-Areal

  • Nadine Benedix
    VonNadine Benedix
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Auf dem Areal des Tibethauses in Bockenheim soll ein größeres Wohnhaus entstehen als vorgesehen.

Das geplante Wohnhaus, das auf dem ehemaligen Areal des Tibethauses an der Kaufunger Straße vorgesehen ist, soll größer werden als ursprünglich geplant. Laut Stadtplanungsamt soll neben dem historischen Bauernhaus, das unter Bestandsschutz steht, ein Neubau mit mehreren Eigentumswohnungen samt Tiefgarage entstehen. Dafür verschwinden das bisherige Grün und die Sitzbank auf dem Grundstück. Investor ist RHHG Projektentwicklung.

Anwohner sind entsetzt über die Pläne des Investors. „Wir haben ohnehin nicht viel Grün entlang der Leipziger Straße“, findet Stadtteilaktivistin Anette Mönich, die das Bockenheimer Stadtteilbüro betreut. Die Grünfläche sei ein wichtiger Rückzugsort für Tiere in der Stadt und müsse erhalten bleiben. FR-Leserin Regina Marx, die dort in der Nachbarschaft wohnt, ist enttäuscht: „Da ist das Gerede von Umweltschutz und Grünflächen null und nichtig. Es zählt, wer genug zahlt“, schreibt sie der FR in einem Leserbrief. Für die Umwelt wäre es ihrer Ansicht nach besser gewesen, wenn das Tibethaus an seinem alten Standort geblieben wäre.

Ortsbegehung geplant

Das war aber aus Platzgründen nicht möglich. Aufgrund steigender Mitgliedzahlen zog die Tibethaus Kulturstiftung im Juli an die Georg-Voigt-Straße um. Am neuen Standort stehen der Stiftung statt 230 nun 600 Quadratmeter Fläche zur Verfügung.

Das städtische Liegenschaftsamt sieht bei den Plänen für das Grundstück an der Kaufunger Straße keine gravierenden Umweltverstöße. „Wir haben den Wunsch des Investors, die vor dem Grundstück liegende Fläche zu erwerben und so mehr Wohnfläche zu schaffen, mit allen zuständigen Ämtern, auch dem Grünflächenamt, abgesprochen“, erklärt eine Sprecherin. „Die Grünfläche ist nicht sehr groß, der Wohnraummangel schon.“

Kritik üben das Bockenheimer Stadtteilbüro und der zuständige Ortsbeirat 2 auch an der geplanten Wohnraumnutzung. „Man hätte statt an einen privaten Investor zu verkaufen, Haus und Grundstück im Sinne des Milieuschutz nutzen können“, findet Mönich. Der Milieuschutz der Stadt sieht vor, die Zusammensetzung der Wohnbevölkerung zu erhalten. „Mehr Eigentumswohnungen bedeutet Verdrängung für die weniger wohlhabenden Menschen“, sagt Mönich.

„Der Verkauf wird nicht nur das Anwesen verändern“, befürchtet sie, „sondern auch den Hülyaplatz und seine Umgebung nachhaltig wandeln.“ Der Ortsbeirat will nun vom Magistrat wissen, wie es mit der alten Liegenschaft in der Kaufunger Straße weitergeht.

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