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Wie geht es weiter mit der IAA?

Frankfurt

Entscheidung über IAA in Frankfurt erst Anfang 2020

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Stadt und Autoindustrie treffen sich zur ersten Verhandlungsrunde. Frankfurt präsentiert ein neues Konzept.

Nach dem zweistündigen Gespräch im Römer über die Zukunft der Internationalen Automobilausstellung (IAA) fiel die Stellungnahme des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) recht kühl aus. „Wir werden uns für den Standort entscheiden, der für die neue IAA die besten Voraussetzungen bietet“, sagte VDA-Geschäftsführer Martin Koers. Eine Entscheidung kündigte er für „voraussichtlich Anfang kommenden Jahres“ an, bisher war vom Jahreswechsel die Rede gewesen.

Seit 1951 wird die IAA in Frankfurt am Main veranstaltet – jetzt droht die Abwanderung nach Berlin oder Hamburg. Messe und Stadt Frankfurt versuchen das durch ein neues Konzept zu verhindern, das die FR bereits am 12. Oktober vorgestellt hatte. Danach soll sich die IAA zur „internationalen Mobilitätsmesse“ wandeln und zur Stadt hin öffnen. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) sagte, eine solche Messe könne ihre Neuigkeiten nicht mehr alleine auf dem Messegelände präsentieren, sondern in der gesamten Stadt.

Die Messegesellschaft bot an, künftig Mitveranstalter der IAA zu werden. Vorbild könne die Messe Automechanika sein, die von Frankfurt aus die Welt erobere. Derzeit finde sie „mit 17 Shows in 16 Ländern“ statt. Auch VDA-Geschäftsführer Koers sieht die künftige IAA als „umfassende Plattform“, Dort müssten alle „relevanten Akteure nachhaltiger, individueller Mobilität präsent sein“. Dazu zählten Hersteller, Tech-Unternehmen, Zulieferer, Mobilitätsdienstleister und Start-ups. Das sei bereits auf der IAA 2019 zu erleben gewesen und unterscheide die IAA auch von allen anderen Mobiltätsevents und Automessen.

Der Verband der Automobilindustrie will erst dann über den neuen Standort der IAA entscheiden, wenn das künftige Konzept der Ausstellung vorliegt. Die nächste Veranstaltung ist für 2021 vorgesehen. Die Hersteller und Zulieferer im VDA stünden geschlossen hinter der IAA und seien von ihrer Relevanz überzeugt. Wie die gesamte Autoindustrie wandele sich auch die Messe.

In der Kommunalpolitik in Frankfurt und bei der Frankfurter Messegesellschaft gibt es allerdings die Befürchtung, dass ein neues Konzept für die Automobilausstellung auch zu einem neuen Standort führen könne. Im Ausland ist die IAA nur als „Frankfurt Motor Show“ bekannt.

Es wird weitere Gespräche zwischen beiden Seiten geben. Für Frankfurt nahm auch der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK), Ulrich Caspar, an dem Treffen teil.

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