Wohngeld steigt

Entlastung für viele Frankfurter Mieter

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Tausende Frankfurter Mieter profitieren von dcr Wohngelderhöhung zum 1. Januar. Mieterschützer fordern allerdings weitergehende Schritte, um die Mieten zu dämpfen.

Für viele Frankfurter Mieter ist es eine kleine Entlastung: Das Wohngeld steigt zum Jahresbeginn im Schnitt um etwa 30 Prozent an. Weil die Einkommensgrenzen steigen, haben zudem mehr Haushalte Anspruch auf den staatlichen Zuschuss, der für Haushalte mit niedrigem Einkommen die Wohnkostenbelastung erträglich halten soll.

Auch der Höchstbetrag für zuschussfähige Mieten steigt an. Bisher hatte nach Angaben der Frankfurter Bundestagsabgeordneten Ulli Nissen (SPD) zum Beispiel ein Vier-Personen-Haushalt in Frankfurt, dessen Einkommen nicht über der Obergrenze liegt, nur Anspruch auf Wohngeld, wenn die Bruttokaltmiete für die Wohnung nicht mehr als 879 Euro im Monat beträgt. Künftig liege der Höchstbetrag bei 968 Euro.

Als Meilenstein lobt Nissen, dass das Wohngeld nach dem Bundestagsbeschluss künftig alle zwei Jahre automatisch an die Miet- und Verbraucherpreisentwicklung angepasst werden soll. Mit dieser Dynamisierung erfülle man eine langjährige Forderung der Mietervereine, sagt sie.

Rolf Janßen, Geschäftsführer des DMB-Mieterschutzvereins Frankfurt, lobt die künftig automatische Anpassung und die Erhöhung des Wohngelds. Sie trage allerdings nicht zu einer wirklichen Dämpfung der Belastung für die Mieter bei. Zumal sich eine ganze Reihe von Menschen schäme, diese Staatshilfe in Anspruch zu nehmen. Hilfreicher wäre eine relative Deckelung der Mieten, wie sie etwa der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) vorgeschlagen hat, oder ein Festlegen von Höchstmieten, sagt Janßen im Gespräch mit der FR. In Berlin gehe man dabei mutige Schritte.

Ende des vergangenen Jahres erhielten nach Zahlen des Landesamts für Statistik 4050 Frankfurter Haushalte Wohngeld. Im Schnitt bekamen sie 217 Euro im Monat. Für das kommende Jahr rechnet das Planungsdezernat mit einer steigenden Zahl an Anträgen.

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