Corona-Homestory

Enkel und Oma trotzen Corona

  • Thomas Stillbauer
    vonThomas Stillbauer
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Weitere Tipps der FR-Gemeinde, denn gemeinsam sind wir stärker als das blöde Virus. Wir können schließlich vieles, was Corona nicht kann.

Eine kleine Zeitung hat uns der Kinderclub Cantate Domino der evangelischen Kirchengemeinde Frankfurt-Nordwest geschickt. Danke schön! Da steht drin, was der Club seit Mitte März alles auf die Beine gestellt hat – prima Ideen.

Die Kinder malen (etwa: „Was ich am allerliebsten mache“), sie haben jederzeit die Möglichkeit, über eine eigens eingerichtete Internetplattform mit dem Club oder miteinander in Kontakt zu treten, denn die meisten haben Mobiltelefone. Auf der Plattform gibt es ein tägliches Quiz, Spiele und oft einfach nur Gespräche. Ein Elternbrief half manchen Familien, den Mut zu fassen, ihre Kinder auch mal hinaus an die Luft zu schicken. Aus den Kunstwerken soll am Ende ein Büchlein entstehen. Dann haben alle etwas, das sie immer an den trostreichen Zusammenhalt in dieser seltsamen Zeit erinnert.

Aber heißt es nicht, es geht bald wieder los mit der Schule? Na dann – Endspurt gegen die Langeweile daheim. Es gibt noch mehr unveröffentlichte Tipps, zum Beispiel diesen hier aus Freiburg von Chiara (8) und Antje Koch. Die beiden haben sich etwas einfallen lassen: die Internetseite www.hoer-mal-her.de. Da gibt es eine Geschichte, nämlich die von Fuh und Faliah. Sie gehören einem Zwergenvolk an und leben im Dimmerwald. Die Geschichte kann man sich kaufen (lassen) – oder man hat einfach eigene Ideen, um sie weiterzuspinnen. Man kann etwas dazu malen und an Chiara und Antje schicken. Oder an Fuh und Faliah, wie man’s nimmt.

Spiele am Telefon

So viel also zu den Zwergen, und jetzt zu den Großen. „Liebe Redaktion“, schreibt uns Till Meyer, „morgens FR lesen gehört für uns einfach zum Tagesablauf.“ Und weil er gesehen hat, dass wir hier über Aktionen berichten, die helfen, mit den Corona-Einschränkungen besser umgehen zu können, hat er sich gemeldet.

Meyer entwickelt mit seiner Firma Spieltrieb normalerweise Spiele zu ökologischen, politischen und gesellschaftlichen Themen. Wegen der Krise hat sich das Team Gedanken gemacht, was jetzt helfen könnte. „Unserer Einschätzung nach sind die Kontakt-Einschränkungen insbesondere für Senioren schmerzlich“, da waren sich alle einig. „Wir haben uns also mal hingesetzt und einige Spiele als kostenloses Angebot eingestellt, die Enkel*innen und Großeltern am Telefon spielen können.“ Zwölf Spiele sind unter dem Motto „Enkel und Oma trotzen Corona“ herausgekommen; zu finden unter www.spiele-entwickler-spieltrieb.de.

Hier noch eine Anregung für alle von Theo-Franz Maas und Christa Ziller: Haikus schreiben. Fünf Silben, sieben Silben, fünf Silben. Titel: Nachtcafé. Es ist noch Platz frei/gelb leuchtet die Markise/unterm Sternenzelt.

Schön nicht? Machen Sie’s nach – aber senden Sie es nicht an uns. Die Haiku-Anregung stammt noch aus der Zeit vor der Bitte, keine Gedichte an die FR zu schicken. So kunstvoll sie meist sind, wir können sie nicht drucken, und es soll ja auch eine Übung im Stillen sein.

Ihre ganz prosaischen Tipps veröffentlichen wir aber weiterhin sehr gerne. Unter dieser E-Mail-Adresse wird alles gesammelt: online@fr.de.

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