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Energiesparen für Klima und Frieden in Frankfurt

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Von: Thomas Stillbauer

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Am 26. März ist Earth Hour – alle sollen wieder für eine Stunde das Licht ausschalten. In diesem Jahr gibt es einen zusätzlichen Grund dafür.

Ob eine einmalige Aktion wie die Earth Hour (deutsch etwa: Stunde für die Erde) etwas Zählbares fürs Energiesparen bringt, daran darf gezweifelt werden. Fürs Bewusstsein, und darauf kommt es den Befürworterinnen und Befürwortern an, bringe sie unbedingt etwas. Und wenn der verantwortungsvolle Umgang mit Energie je von überragender Wichtigkeit war, dann jetzt – die Klimakatastrophe im Blick und Wladimir Putins schrecklichen Krieg beinahe vor der Haustür. Strom und Gas zu sparen ist eine Möglichkeit, sich unabhängig zu machen.

„Am 26. März 2022 setzen weltweit wieder Millionen Menschen in aller Welt ein Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz und schalten für eine Stunde das Licht aus“, informiert das Frankfurter Energiereferat. Zum 16. Mal jähre sich die globale Aktion der Umweltschutzorganisation WWF, „und Frankfurt am Main wird auch 2022 alles dransetzen, die Skyline zu verdunkeln“.

Das Frankfurter Klimadezernat ruft dazu Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Betriebe, Institutionen, Kirchen und Vereine auf. Mitmachen bei der Earth Hour ist einfach: Am Samstag, 26. März, schalten alle zwischen 20.30 Uhr und 21.30 Uhr das Licht in ihren Wohnungen und Gebäuden aus. Die Stadt selbst will wie in den Vorjahren den Römer in Dunkelheit hüllen. Auf den Brücken wird es eine Stunde lang nur Notbeleuchtung geben.

„2021 erlebte die Earth Hour in Deutschland eine Rekordbeteiligung mit 585 teilnehmenden Städten und Gemeinden“, sagt Klimadezernentin Rosemarie Heilig (Grüne). „Das zeigt, dass wir immer mehr Menschen für den Klimaschutz gewinnen.“

Ein Zeichen setzen

Sie ruft alle auf, auch in diesem Jahr „lokal und global ein starkes Zeichen für den Klimaschutz zu setzen“. Unternehmen können ab sofort ihr Logo in die Earth-Hour-Galerie des Energiereferats hochladen (www.klimaschutz-frankfurt/earth-hour) und so ihre Teilnahme dokumentieren. Im Februar und März hat das Energiereferat mehr als 600 Betriebe kontaktiert, um sie für die Teilnahme an der Earth Hour zu gewinnen. 160 Betriebe hatten im Vorjahr das Licht an ihren Gebäuden ausgeschaltet.

Der World Wide Fund for Nature (WWF) als Gründungsorganisation der Earth Hour hatte sich schon zuvor an die Menschen in aller Welt gewandt. „Uns allen wird gerade schmerzhaft deutlich, dass fossile Energien nicht nur das Klima, sondern auch Kriege anheizen“, heißt es in dem Aufruf. „Mit der Earth Hour am 26. März 2022 wollen wir daher gemeinsam mit Ihnen ein Zeichen setzen. Für den Frieden. Für den Klimaschutz. Für unseren lebendigen Planeten.“

Mit Blick auf Krieg, Klimakrise und unsere Abhängigkeit von fossilen Energien sei das Signal, das von der Earth Hour ausgehe, wichtiger denn je. Sie sei „die wohl größte friedliche Klimaschutzaktion der Welt“ und stehe dafür, Menschen über Grenzen hinweg zum Schutz unserer Erde zusammenzubringen.

In Frankfurt informiert das Energiereferat im Zusammenhang mit der Earth Hour über Möglichkeiten, langfristig Energie zu sparen, etwa mit LED-Lampen. Bei der Bürgerberatung in der Altstadt, Hinter dem Lämmchen 6, können sich Interessierte ein kostenloses LED-Solar-Lämpchen für die Tasche abholen, solange der Vorrat reicht.

Weitere Ideen zum Stromsparen und Informationen zur Earth Hour gibt es unter www.klimaschutz-frankfurt.de

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