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Energiekrise: Verdi ruft zu Großdemo in Frankfurt auf

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Von: Christoph Manus

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Gas, Heizöl, Lebensmittel, fast alles wird dieser Tage teurer. Verdi ruft dazu auf, in der Krise für eine Umverteilung zu kämpfen.
Gas, Heizöl, Lebensmittel, fast alles wird dieser Tage teurer. Verdi ruft dazu auf, in der Krise für eine Umverteilung zu kämpfen. © dpa

Verdi fordert eine Drosselung der Energiepreise und hohe Steuern für „Krisengewinner“. Die Gewerkschaft wirbt dafür, am 22. Oktober in Frankfurt dafür auf die Straße zu gehen.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi wirbt angesichts der Energiekrise dafür, gemeinsam für soziale Sicherheit, kräftig steigende Einkommen, staatlich gedrosselte Energiepreise und eine „heftige Besteuerung der Vermögenden, Kriegs- und Krisengewinner:innen“ auf die Straße zu gehen. „Solidarisch durch die Krise! Echte Umverteilung jetzt!“, fordert sie im Aufruf für eine Großdemonstration mit anderen Gewerkschaften und Organisationen, die am Samstag, 22. Oktober, 12 Uhr, am Roßmarkt in der Frankfurter Innenstadt beginnen soll.

Verdi in Südhessen beschreibt die derzeitige Situation in drastischen Worten, warnt etwa vor einem albtraumhaften Winter und der Gefahr zunehmender Privatinsolvenzen. Mit Verweis auf die sehr stark gestiegenen Preise für Gas und Heizöl, Benzin und Diesel sowie für Lebensmittel fragt die Gewerkschaft: „Müssen sich Menschen zwischen einer geheizten Wohnung und ausreichendem Essen entscheiden?“ Und: „Werden Beschäftigte jede zusätzliche Arbeit anzunehmen haben, um sich und ihre Familien ,über Wasser‘ halten zu können?“.

Verdi: Staatliche Hilfen in der Energiekrise reichen nicht

Die staatlichen Entlastungspakete reichten für die Lösung solcher Probleme nicht aus, heißt es im Aufruf. Keine Hilfe seien zudem „letztlich spöttische Empfehlungen“ von Politiker:innen – also etwa der Appell, den Waschlappen zu nutzen, statt zu duschen. Dass einige Städte zudem bereits „Wärmeinseln“ einrichteten, in denen sich die Menschen im Notfall aufwärmen können, zeige vor allem, wie nötig es sei, jetzt gemeinsam aufzustehen und zu kämpfen.

In Frankfurt kämpfen bereits mehrere Gruppen als Kampagne „Ebbe langts“ für solidarische Lösungen, Schutzmaßnahmen gegen die soziale Krise und eine Umverteilung von oben nach unten. Am Samstag vergangener Woche zogen sie etwa vor die Mainova-Zentrale, um einen sozialeren Kurs des Energieversorgers Mainova zu fordern, der zu drei Vierteln den Frankfurter Stadtwerken gehört.

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