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Energiekrise Frankfurt: Vonovia modernisiert Heizungsanlagen

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Von: Christoph Manus

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Die Vereinigung von Vonovia und Deutsche Wohnen trifft auch den hessischen Wohnungsmarkt.
Vonovia kündigt Modernisierungen in Frankfurt an. Für die Bewohnerinnen haben diese nicht nur Vorteile. © INA FASSBENDER/AFP

Vonovia investiert in Frankfurt in mehrere Liegenschaften. Modernere Heizungsanlagen sollen zu bezahlbaren Nebenkosten führen. Doch für die Bewohner steigen gleichzeitig die Mieten.

Mieterinnen und Mieter von vier Liegenschaften der Vonovia im Frankfurter Norden können mit sinkenden - oder zumindest weniger stark steigenden - Nebenkosten rechnen. Ihnen hat das Wohnungsunternehmen, dem rund 11.500 Wohnungen im Stadtgebiet gehören, aber zugleich höhere Mieten angekündigt.

Vonovia will in den kommenden Monaten in den Wohnhäusern jeweils die Heizungsanlagen modernisieren. In den Liegenschaften Hügelstraße 183–185 und Hügelstraße 187–189 sollen Wärmepumpen installiert und alte Gaskessel durch moderne Brennwertkessel ersetzt werden. Das könne den Endenergiebedarf um 55 Prozent senken, heißt es.

Vonovia legt Modernisierung von Heizungsanlagen auf Mieter um

In den Häusern Kurhessenstraße 139 und Am Lindenbaum 57–63 werden nach Mitteilung des Unternehmens ebenfalls alte Heizungen durch Brennwerttechnik ersetzt. Dort soll jeweils eine Solarthermie-Anlage den Verbrauch senken, im ersten Fall um gut zehn Prozent, im zweiten knapp um ein Viertel. „Wir möchten, dass die Nebenkosten für unsere Mieterinnen und Mieter bezahlbar bleiben“, begründet Eric Völker, Vonovia-Regionalleiter Frankfurt-Nord, die Investitionen.

Dass Vonovia die Modernisierungskosten zum Teil auf die Mieterinnen und Mieter umlegt, teilt das Unternehmen erst auf Anfrage der Frankfurter Rundschau mit. Die Mieten stiegen im Schnitt um 0,56 Euro pro Quadratmeter, heißt es. „Wir haben das gesetzlich mögliche Erhöhungsvolumen und die Umlage nicht voll ausgeschöpft“, betont ein Vonovia-Pressesprecher.

Vonovia senkt Mindesttemperatur in der Nacht auf 17 Grad

In der Energiekrise hat das Dax-Unternehmen bereits angekündigt, die Mindesttemperaturen in den Wohnungen zu senken. Dort werden nun nach Unternehmensangaben zwischen 22 und 6 Uhr nur noch mindestens 17 Grad erreicht. Das spare bis zu acht Prozent Heizenergie, heißt es. Das Unternehmen betont zudem das Ziel, dass keine Menschen in der Energiekrise ihre Wohnung verlieren. „Wir kündigen niemandem die Wohnung, wenn er oder sie die Heizkosten nicht bezahlen kann“, teilt der Sprecher mit.

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