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Jetzt aber Tempo.

Stadtlauf in Frankfurt

Eltern feuern ihre Kinder an

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Rund 2100 kleine und größere Jogger rennen beim Stadtlauf durch die Frankfurter Innenstadt. Der Veranstalter, Sportscheck, spendet für jeden zurückgelegten Kilometer fünf Cent an Horte.

Den Lauf für die Kinder bis sieben Jahren hat Edith Naoumidis knapp verpasst. Nun stehen sie, Tim (4) und Lara (9) am Start für die bis zu Zwölfjährigen an. „Ich weiß noch nicht, ob Tim das schafft.“ Schließlich müsste er 1,4 Kilometer rennen. „Aber er wollte unbedingt mitmachen.“

Beim Stadtlauf von Sportscheck sind am Sonntag rund 2100 Menschen durch die Innenstadt gejoggt. Die Kleinen auf Strecken von 700 Metern beziehungsweise einer doppelt so langen Strecke. Die Erwachsenen liefen fünf oder zehn Kilometer, von der Stephanstraße zum Main und wieder zurück.

Als der Lauf um Punkt 11.30 Uhr beginnt, spurten Tim und Lara los. Am Rand der Strecke stehen Eltern, feuern den Nachwuchs an, klatschen in die Hände und mit aufblasbaren Stangen. „Bei uns steht der Spaß im Vordergrund“, sagt Edith Naoumidis, die auch im vergangenen Jahr dabei gewesen sei.

„Ich laufe selbst gerne“, sagt Tom Knauer, der Vater von drei Kindern. Durch die Veranstaltung ließe sich der Nachwuchs an den Sport heranführen. Vielleicht würden seine Kinder in ein paar Jahren mit ihm joggen gehen. Nach wenigen Minuten kommen die jungen Läufer wieder ins Ziel, mit hängenden Zungen und roten Köpfen.

Laute Musik tönt aus den Lautsprechern, der Ansager unterhält die Zuschauer, die nächste Gruppe versammelt sich am Start. Sandra Herzing will die Fünf-Kilometer-Strecke laufen. „Ich habe keine bestimmte Zeit angepeilt“, sagt sie. Beim Lauf sehe sie viel von der Stadt, werde vom Applaus der Zuschauer getragen.

„Das ist ein ganz anderes Gefühl, als alleine durch den Wald zu laufen“, sagt Benjamin Projahn, der die Zehn-Kilometer-Distanz laufen will. Alleine sei es viel schwieriger, ein richtiges Renntempo durchzuhalten. In einer Gruppe von Läufern sei das einfacher, weil sie sich gegenseitig antrieben. Er renne heute aber nicht so schnell, sondern begleite seine Schwester, die zum ersten Mal einen Zehn-Kilometer-Lauf in der Stadt mache.

Der Veranstalter, Sportscheck, spendet für jeden zurückgelegten Kilometer fünf Cent an Horte. Bislang seien mehr als 200 000 Euro zusammengekommen, die an 62 Horte gegangen seien. Der Lauf tourt durch insgesamt 21 deutsche Städte. Es ist nach Angaben des Veranstalters die größte deutsche Laufserie.

Victor Larisch brauchte am Sonntag 33 Minuten, sechs Sekunden für die zehn Kilometer, Tinka Uphoff war die schnellste Frau mit 36 Minuten, zehn Sekunden.

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