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Am Wochenende haben Freiwillige 5000 Bäume im Stadtwald gepflanzt. Aber welche Bäume halten künftigen Dürren am besten stand?

Frankfurt

Die Elsbeere als Baum der Zukunft für Frankfurt

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Kongress im Grünflächenamt sucht Mittel gegen das „Waldsterben 2.0“ / „Spanisches Klima“ erwartet.

Der Blick geht Richtung Süden. Beim „Frankfurter Waldkongress“, den die Stadt am Montag gemeinsam mit der Hochschule Geisenheim veranstaltete, diskutierten Experten, wie das hiesige Waldsterben aufgehalten werden kann.

Unter dem Titel „Unser Forst im Klimastress“ waren mehrere Hundert Teilnehmer in den komplett gefüllten Konferenzsaal des Grünflächenamtes unweit des Hauptbahnhofs gekommen.

Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) sagte: „Wir stecken in einer tiefen Krise und müssen uns darüber austauschen, wie es weitergeht.“ Nun gebe es Leute, die vorschlagen würden, den Wald sich selbst zu überlassen und andere, die sagten: „Wir brauchen Arten, die Trockenheit und Hitze überwinden.“ Dafür müsse „nach Südeuropa, nach Italien und Griechenland“ geschaut werden.

Nachdem vor rund 40 Jahren das Waldsterben – mit versauerten Böden durch Schwefeldioxid etwa durch Katalysatoren in Kraftfahrzeugen – eingedämmt worden sei, befinde man sich heute mit dem „Waldsterben 2.0“ in einer „schwierigen Situation, für die wir keine Lösungsansätze haben“.

Stefan Nowack, Abteilungsleiter Waldentwicklung und Umwelt des Landesbetriebs Hessenforst, sagte: „Die Waldschäden sind nicht Vorboten, sondern Folgen des Klimawandels.“ Und weiter: „Wir werden unser Heil in den Mischbeständen suchen müssen.“ Er forderte „möglichst strukturierte Wälder, nach Alter und Arten aufgeteilt“. Neben „bewährten Baumarten“ sollten „neue, wie die Korsische Kiefer und die Atlas-Zeder“ integriert werden.

Zur aktuellen Lage in hessischen Wäldern sagte Nowack: „Viele Förster in Osthessen stehen vor ihrem zerstörten Lebenswerk. Es sieht im ganzen Land sehr düster aus.“ Dabei habe es noch im März 2018 „tief gesättigte Böden und geflutete Wälder“ gegeben. Im anschließenden Monat sei das Wetter umgeschwungen und es habe sich eine „katastrophale Situation entwickelt“.

Nowack berichtete von „dramatischen Befunden“, dass sich etwa der Blattverlust von Bäumen in hessischen Wäldern auf ein neues Rekordniveau von fast 30 Prozent erhöht habe. Die Niederschlags-veränderung wirke in Verbindung mit dem Temperaturanstieg ganz erheblich auf die grünen Riesen ein. Nowack sagte aber auch: „Dürre bringt Bäume nicht um.“ Prägend seien Insekten- und Pilzbefall, den es zwar zuvor schon gegeben habe, jedoch nicht „in diesen apokalyptischen Ausmaßen“. Ein Schlüssel zur Problemlösung sei der Blick auf die „Naturwald-Forschung“, um zu vergleichen, wie Schäden in nicht bewirtschafteten Wäldern aussehen.

In seinem Vortrag zeichnete Christian Kölling vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im mittelfränkischen Roth die Klimaveränderungen nach und sprach von einer „großen Hilflosigkeit und Desorientierung“. Weil die Erfahrungen aus der Vergangenheit an Wert verlieren würden, brauche man eigentlich Erfahrungen aus der Zukunft, sagte Kölling. „Die Forstwirtschaft steuert auf extreme, unsichere Zeiten zu“, ergänzte er.

Bei steigenden Temperaturen und einer weiter sinkenden Niederschlagsmenge könne man künftig von einem „spanischen Klima“ sprechen. Dem „fremden Klima“ entsprechend, müssten dann auch „fremde Baumarten“, wie die Elsbeere importiert werden. „Die Elsbeere ist wunderbar und verträgt das jetzige Klima und trockenere Bedingungen“, sagte der Wissenschaftler. Auch die Flaum- und die Steineiche nannte Kölling als mögliche Baumarten. Diese Arten seien aktuell aber noch dem Risiko ausgesetzt, in hiesigen Wäldern zu erfrieren.

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