Nordend

Elisabethenschule macht Druck

  • Boris Schlepper
    vonBoris Schlepper
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Nordend Gymnasium will nicht warten bis die Fürstenberger Realschule das gemeinsame Gelände verlässt.

Die Elisabethenschulgemeinde möchte möglichst frühzeitig wissen, wie sie künftig aufgestellt sein wird. Lehrer und Leitung des Gymnasiums an der Eschersheimer Landstraße wollen nicht solange warten, bis die Fürstenberger Realschule einen Neubau erhält und das gemeinsame Gelände räumt, sagt Elisabethen-Direktor Stefan Neureiter. „Es muss gleichzeitig geplant werden“, fordert er.

Das Gymnasium will seit längerem mehr Schüler aufnehmen. Derzeit gibt es vier Klassen pro Jahrgang, die Elisabethenschule in Frankfurt will fünf- bis sechszügig werden. Auch die Fraktionen von CDU, SPD und Grünen im Römer hatten angeregt, das Gymnasium auf sechs Klassen pro Jahrgang zu erhöhen.

Für das kommende Jahr mussten rund 50 Kindern eine Absage erteilt werden, sagt Neureiter. „Die Nachfrage ist groß.“

Das Bildungsdezernat lehnt eine Erweiterung ab. Die gymnasiale Versorgung im Übergang von der vierten zur fünften Klasse könne derzeit ohne zwei weitere Züge an der Elisabethenschule abgebildet werden, sagt Sprecherin Jetta Lüdecke. Erst wenn die Fürstenberger Realschule das gemeinsame Gelände verlasse, könne über eine Erweiterung gesprochen werden.

„Wir brauchen mehr Platz“

Anfang kommenden Jahres soll in einer sogenannten Planungsphase Null eruiert werden, welche Wünsche die Realschule an den Neubau hat, der auf dem derzeitigen Außengelände der Elisabethenschule an der Holzhausenstraße entstehen soll (die FR berichtete). „Die chronologische Reihenfolge sieht vor, dass zuerst und prioritär das neue Gebäude der Fürstenbergerschule in Angriff genommen wird“, sagt Lüdecke. Die Umsetzung sei Ausgangspunkt für alle weiteren Maßnahmen, „auch für die Entwicklung der Elisabethenschule“.

Die Stadt habe erst im Sommer den für 44 Millionen Euro sanierten Altbau des Gymnasiums eröffnet. „Jetzt richtet sich der Fokus auf die Nachbarschule.“ Auch sei es planungspolitisch „nicht sinnvoll, so weit im Vorgriff der Baumaßnahme eine Planungsphase Null durchzuführen“.

Das sieht Direktor Stefan Neureiter anders. Schließlich gewinne das Gymnasium durch den Wegzug der Fürstenberger nicht nur zusätzlichen Raum. Es müsse auch seine Außenstelle an der Holzhausenstraße abtreten, wo der Schule derzeit eine Sporthalle zur Verfügung steht. „Das wird enger für uns.“ Zudem werde die Elisabethenschule die Containeranlage in der Hammanstraße am Holzhausenpark aufgeben. „Wir brauchen mehr Raum. Und das muss rechtzeitig geplant werden.“

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