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Der Stromversorger Mainova will mehr Ladestationen in Frankfurt aufstellen - wie hier in der Bethmannstraße.
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Der Stromversorger Mainova will mehr Ladestationen in Frankfurt aufstellen - wie hier in der Bethmannstraße.

Mobilität

Elektromobilität in Frankfurt: Hunderte neue Ladesäulen geplant

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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In Frankfurt wollen Unternehmen in die Elektromobilität investieren. Sie kündigen an, Hunderte Ladesäulen aufstellen zu wollen.

Frankfurt - In Frankfurt wollen zwei Unternehmen in die Ladeinfrastruktur für Elektroautos investieren. Das Münchner Unternehmen Qwello und der Kölner Anbieter On Charge kündigen an, insgesamt mehrere Hundert Ladesäulen in der Stadt aufstellen zu wollen.

Qwello wolle in diesem Jahr rund 300 Ladesäulen im öffentlichen Raum platzieren, sagte Martin Kinne, ein Sprecher des Unternehmens. Kundinnen und Kunden könnten den Platz an der Normalladesäule per App reservieren. Sollte der Parkplatz durch ein anderes Auto belegt sein, zeige die App das an und verweise die Kundin oder den Kunden an eine andere Ladesäule. Die Plätze an den Ladesäulen seien barrierefrei.

Frankfurt: Mainova plant Schnellladesäulen

Das Aufladen bei Qwello kostet eine Infrastrukturgebühr von zwei Cent pro Minute. Hinzu kommt der Strompreis, der in Frankfurt derzeit etwa 35 Cent pro Kilowattstunde beträgt. An der Ladesäule sei ein AC-Kabel, das zum Auto geführt werde könne, sagte Kinne – ähnlich wie ein Tankschlauch. Das Aufladen mit AC („Alternating Current“, Wechselstrom) mit bis zu 22 Kilowatt Leistung dauert mehrere Stunden. Die Standorte würden mit der Stadt abgestimmt. „Wir warten derzeit noch darauf, dass die Stadt uns den Aufbau der Ladesäulen gestattet“, sagte er.

Auch das Unternehmen On Charge wartet auf einen unterschriftsreifen Vertrag. „Dann kann es losgehen“, sagte die Sprecherin Denise Neumann. On Charge wolle 70 Ladesäulen mit je drei Ladepunkten aufstellen, und zwar auf öffentlichem Grund in Wohngebieten. Kundinnen und Kunden könnten sich auf der Website des Unternehmens einen Standort vor ihrer Haustür wünschen. Das Unternehmen gehe dann auf die Stadt zu und bespreche die Umsetzung. Kosten für Infrastruktur trügen Kundinnen und Kunden nicht, lediglich der Strompreis werde weitergegeben. Aus den Normalladesäulen mit fließt Ökostrom.

Frankfurt: Sieben Standorte für Elektromobilität

Der Frankfurter Energieversorger Mainova will ebenfalls weiter in die Elektromobilität investieren. Wie Unternehmenssprecher Sven Birgmeier mitteilte, sollen von Herbst an Schnellladesäulen an sieben Standorten in Frankfurt aufgebaut werden. Die Standorte machte er noch nicht öffentlich. Das Aufladen an Schnellladesäulen mit mehr als 22 Kilowatt Leistung dauert etwa 20 Minuten.

Im Frankfurter Stadtgebiet betreibt die Mainova nach eigenen Angaben 55 öffentliche Ladepunkte, die sich an Straßen oder in Parkhäusern befinden. Hinzu kämen 215 halb-öffentliche Ladepunkte, etwa in Tiefgaragen von Hotels.

Derzeit 100 Ladestationen in Frankfurt

An einer Ladestation können sich mehrere Ladepunkte befinden. Die Ladepunkte sind die Ladekabel, die E-Auto-Fahrer zum Fahrzeug führe, oder die Buchsen, an denen sie ihr eigenes Ladekabel anschließen.

Die Mainova installiere auf Wunsch von Kundinnen und Kunden auch Wallboxes als Ökostrom-Ladestationen für zu Hause, sagte Birgmeier weiter. Normalladesäulen kosten seinen Angaben zufolge fünfstellige Summen, also mehr als 10 000 Euro. Schnellladestationen kosten mittlere bis hohe fünfstellige Summen, also mehr als 50 000 Euro. Eine Wallbox sei für rund 1200 Euro zu haben.

Bis 2030: 350 Schnellladepunkte und 875 Normalladepunkte in Frankfurt

Derzeit gebe es in Frankfurt gut 100 Ladestationen im öffentlichen Raum, die für alle Menschen zur Verfügung stünden, erklärte Ansgar Roese von der städtischen Wirtschaftsförderung, die für Elektromobilität zuständig ist. Darüber hinaus gebe es 18 öffentlich zugängliche Schnellladesäulen – zum Beispiel auch im Flughafenquartier Gateway Gardens.

Die Bundesnetzagentur listet für Frankfurt insgesamt 253 Normalladepunkte und 25 Schnellladepunkte auf. Dazu zählen auch jene, die sich im nicht-öffentlichen oder halb-öffentlichen Raum befinden – etwa in Autohäusern oder Tiefgaragen.

Das ist aber nur ein Zwischenschritt zum Ziel, dass sich die Stadt gesetzt hat: Bis 2030 soll es 350 Schnellladepunkte und 875 Normalladepunkte in Frankfurt geben. (Florian Leclerc)

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