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Jumas Medoff wurde erneut zum Vorsitzenden gewählt.
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Jumas Medoff wurde erneut zum Vorsitzenden der Kommunalen Ausländervertretung gewählt.

Kommunalpolitik

Frankfurt: Tumulte in Kommunaler Ausländervertretung

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
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Der Vorsitzende der Frankfurter Kommunalen Ausländervertretung, Jumas Medoff, bricht die Sitzung nach Tumulten, die beinahe in Gewalt endeten, ab.

Frankfurt – In der Kommunalen Ausländervertretung (KAV) hat es schon in der ersten Sitzung der Wahlperiode einen Eklat gegeben. Der Vorsitzende Jumas Medoff brach das Treffen nach Tumulten ab. Kerry Reddington, bisher stellvertretender Vorsitzender, fordert, Medoffs Wahl müsse wiederholt werden.

Was genau am Montagabend im Plenarsaal des Römers passiert ist, darüber gibt es unterschiedliche Darstellungen. Fest steht, dass sich mehrere Menschen auch körperlich bedroht fühlten.

Frankfurt: Verlängerte Pause führt zu Eklat – „Lautstark und aggressiv angegangen“

Begonnen hatte die Sitzung ganz regulär. Die Mitglieder wählten einen Vorsitzenden. Amtsinhaber Medoff von der Liste „Ich bin ein Frankfurter“ setzte sich gegen Mustapha Lamjahdi (SPD) durch.

Anschließend kam der Vorschlag auf, das Präsidium der Kommunalen Ausländervertretung zu verkleinern. Medoff konnte dem durchaus etwas abgewinnen; angesichts von lediglich 37 Abgeordneten sei ein zwölfköpfiges Präsidium doch ziemlich groß. Doch der Antrag erhielt keine Mehrheit.

Es folgte eine Pause, die Medoff „eigenmächtig bewilligte“, wie die Linke in der KAV beklagt. Medoff hingegen sagt im Gespräch mit der FR, man habe die Wahl des Präsidiums vorbereiten müssen, deshalb sei eine Unterbrechung nötig gewesen. Wie auch immer: Sicher ist, dass die Pause länger dauerte als die ursprünglich angesetzten 15 Minuten. Darüber ärgerten sich Sarya Atac (Linke) und andere KAV-Mitglieder. Als sie Medoff aufforderten weiterzumachen, „wurden wir aus einer Gruppe rund um Herrn Medoff heraus verbal, äußerst lautstark und aggressiv sowie körperlich bedrohlich angegangen“, berichtet Sarya Atac.

Frankfurt: Vorsitzender Medoff widerspricht Vorwürfen – Wiederwahl noch gültig?

Medoff bestreitet hingegen, dass es einen solchen Vorfall gab, und er habe auch keine Gruppe um sich herum gebildet. Er berichtet von einem anderen Zwischenfall, bei dem ein Abgeordneter völlig die Fassung verloren und mehrere KAV-Mitglieder beschimpft habe. Andere Angehörige des Gremiums hätten den Mann zurückhalten müssen, um Handgreiflichkeiten zu vermeiden. Namen wollte Medoff nicht nennen. Auch in den sozialen Medien finden sich zumindest Andeutungen eines derartigen Vorfalls.

In dieser Situation brach Medoff jedenfalls die Sitzung ab, was laut Geschäftsordnung möglich sei, wenn der Vorsitzende sich kein Gehör mehr verschaffen könne. Dass damit schon die erste Sitzung des neu gewählten Gremiums im Eklat endete, sei „fürchterlich“, sagt Kerry Reddington, der für die Internationale Stimme Frankfurts in der Kommunalen Ausländervertretung sitzt. Er bezweifelt, dass Medoffs Wahl jetzt noch gültig ist. „Man muss das Präsidium als Ganzes wählen und kann nicht zwischendrin die Sitzung abbrechen“, sagt er im Gespräch mit der FR. Doch Medoff sieht dieses Problem nicht. Er will in der nächsten Sitzung des Gremiums am 25. Mai mit der Tagesordnung fortfahren. (Georg Leppert)

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