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Kaltduscher: Uwe Becker.
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Kaltduscher: Uwe Becker.

ALS Ice Bucket Challenge

Eisdusche für den guten Zweck

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Frankfurter Politiker und Promis schütten sich Eiswasser über und spenden für ALS-Patienten. Radost Bokel, bekannt als Momo, macht mit. Genau wie Eintracht-Fußballer Carlos Zambrano und Tennisspielerin Andrea Petkovic.

Wer Menschen sieht, die sich einen Eimer mit Eiswasser über den Kopf gießen und dabei filmen lassen, darf sich nicht wundern. Das ist Trend. Wie bei jedem Trend machen nicht alle mit. Und wie bei so vielen Trends, stammt auch dieser aus den Vereinigten Staaten.

Corey Griffin, ein junger Mann aus Boston, hatte damit um Aufmerksamkeit für ALS geworben. Die tödliche Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) greift Zellen im Hirn und Rückenmark an. Bekanntester Patient ist der britische Physiker Stephen Hawking. Sein langsam forschreitender Krankheitsverlauf ist die Ausnahme. In der Regel beträgt die Lebenserwartung bei Ausbruch nur noch wenige Jahre.

Wer zum „ALS Ice Bucket Challenge“ eingeladen wird, hat einen Tag Zeit, zu reagieren. Entweder man schüttet sich einen Eimer Eiswasser über den Kopf und spendet zehn Euro. Oder man lässt das Eiswasser weg und spendet mindestens hundert Euro. Mit den viral verbreiteten Eiswasservideos sammelt die Hilfsorganisation „ALS Association“ Spenden. Rund 80 Millionen sind in den USA zusammengekommen, um die seltene, aber tödlich verlaufende Krankheit besser zu erforschen. 6000 Patienten gibt es Deutschland.

Die Liste der Kaltduscher ist lang: Aerosmith, Foo Fighters, Britney Spears. Günther Jauch, Bastian Schweinsteiger, Lena Meyer-Landrut. Sigmar Gabriel spendete lieber 1000 Euro. „Hier wird nicht gekniffen“, schreibt Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler aus dem Thailand-Urlaub. Reformdezernent Jan Schneider habe schon gehofft, dass dieser „Kelch beziehungsweise Eimer“ an ihm vorübergehe, wurde aber kalt erwischt.

Er nominiert Mike Josef, den SPD-Unterbezirksvorsitzenden, der meint: „Bei so einer Herausforderung kann man nur schwer Nein sagen.“ Kurz bevor er sich Wasser über Kopf, T-Shirt und Jogginghose gießt, nominiert er unter anderem den Offenbacher Stadtrat Felix Schwenke (SPD). Mit Schlips und Hemd steht er in der Dusche. Ein „uaahh“ entfährt ihm, als er sich begießt.

Uwe Becker, Stadtkämmerer im Mallorca-Urlaub, hat sich einen Plastikeimer im CDU-Orange hingestellt. Er geht auf Nummer sicher und nominiert „Erde, Mars und Venus“, statt Klaus Oesterling zu fragen, den SPD-Fraktionsvorsitzenden im Römer. Seine Nominierung stehe noch aus. Aber er werde eher etwas spenden. Genau wie Manuel Stock, der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Römer. Er meint, auch wenn der Zweck ein guter sei, fände er die Idee „bescheuert“. Vorsorglich erklärt er, eine Nominierung nicht annehmen zu wollen. Er werde selbst entscheiden, an wen er spende.

Frankfurter Promis sehen das lockerer. Radost Bokel, bekannt als Momo, „freut sich natürlich nicht“, nominiert worden zu sein, macht trotzdem mit. Genau wie Eintracht-Fußballer Carlos Zambrano und Tennisspielerin Andrea Petkovic.

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