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Eintracht-Stadion: Einlass-Bändchen für die Stehplätze

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Von: Oliver Teutsch

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Künftig werden auf der Nordwesttribüne ein paar Schals weniger zu sehen sein. Zumindest bis nach dem Umbau. Christof STACHE / AFP)
Künftig werden auf der Nordwesttribüne ein paar Schals weniger zu sehen sein. Zumindest bis nach dem Umbau. Christof STACHE / AFP) © AFP

Erweiterte Zugangskontrollen sollen den Andrang auf der Nordwesttribüne reduzieren. Hoffnung auf Entspannung nach Umbau im Winter.

Am Freitagabend wird ein Hauch von All-Inklusive-Charme über die Nordwesttribüne wehen. Denn die Fans auf den Stehplätzen und den Sitzplätzen im Oberrang müssen sich vor dem Gang in ihren Block Einlass-Bändchen ums Handgelenk binden. Damit will die Eintracht verhindern, dass sich deutlich mehr Fans als zugelassen auf den begehrten Plätzen tummeln. Etwa, in dem sie sich einfach reinschleichen oder das Ticket anderer nutzen.

Nahverkehr

Ab Freitag wird das Angebot bei Regionalzügen, S-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen vor und nach den Spielen deutlich ausgeweitet. Der RMV bietet Verstärkungen auf den S-Bahn-Linien S8 und S9 sowie zusätzliche S-Bahnen von Frankfurt Hauptbahnhof zum Stadion und zurück.

Die Regionalzüge der RMV-Linie 70 (Frankfurt – Mannheim) halten außerplanmäßig am Stadion. Zudem wird ein zusätzlicher Zug der Linie RB41 von Stadtallendorf zum Stadion und zurück angeboten. Darüber hinaus fährt nach dem Spiel ein zusätzlicher Zug (RE50) ab Stadion bis Fulda. ote

Nach dem regulären ersten Ticketcheck an den Einlässen zum Stadiongelände richtet die Eintracht im Umlauf der Nordwestkurve zahlreiche Schalter ein, an denen die Tickets ein zweites Mal gescannt und dadurch vollständig entwertet werden. Im Gegenzug erhalten die Ticketinhaber ein Bändchen, das in Kombination mit dem Ticket zum Zutritt des Blocks berechtigt.

Die Fans murrten im Vorfeld ein wenig, erkennen aber die Notwendigkeit. „Es war natürlich abzusehen, dass da was passieren muss“, sagt Ina Kobuschinski vom Fanclub-Verband. Das Ganze sei „völlig ausgeartet“, insbesondere bei den Heimspielen im Europacup. Beim Halbfinale gegen West Ham etwa seien doppelt so viele Personen wie vorgesehen im Unterrang gewesen, schätzt Kobuschinski. Die Rettungswege waren vollkommen überfüllt.

Die Fans werden etwas mehr Zeit einplanen müssen, „das wird am Anfang etwas ruckeln“, glaubt Kobuschinski und hofft, dass sich die Situation mit dem Umbau des Stadions im kommenden Winter entspannt. Dann nämlich soll es mehr Stehplätze geben, und viele Fanclubs könnten zusammenrücken und dort unterkommen, wo sie auch wirklich sitzen oder stehen wollen. ote

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