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Erinnert an 96 aufregende Finalminuten: Justitio im Museum.
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Erinnert an 96 aufregende Finalminuten: Justitio im Museum.

Pokalsieg Eintracht Frankfurt

Eintracht-Held Justitio landet im Museum

  • Sandra Busch
    VonSandra Busch
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Bei der Pokalfeier in Frankfurt stand das Holzmännchen Justitio im Eintracht-Trikot auf dem Gerechtigkeitsbrunnen vor dem Römer. Jetzt ist der kleine Eintracht-Held ein Ausstellungsstück im Museum.

Es war ein Sieg der Gerechtigkeit. Keine Frage. Erst nehmen die Bayern der Eintracht den Trainer weg, lancieren dann die Bekanntgabe des Wechsels und belasten damit das Saisonende der Eintracht, schließlich verlieren sie 1:4 gegen Stuttgart und der Europapokal-Platz ist für die Eintracht perdu – und im Finale versuchen sie noch einen Elfmeter zu schinden. Also, absolut gerecht, dass die Eintracht im Pokalfinale gegen die Bayern siegte. Und als am Tag nach dem Finale die Fans auf dem Römerberg diesen so gerechten Sieg feiern, da fehlte ausgerechnet sie: Justitia, die Göttin der Gerechtigkeit. Sie thront normalerweise auf dem Gerechtigkeitsbrunnen, wird aber gerade überholt. Doch sie wird an jenem Sonntag im Mai würdig vertreten: von einem kleinen Holzmännchen mit Blechdosen-Waage im Eintracht-Trikot.

50 Zentimeter ist das Eintracht-Männchen groß, das am Tag nach dem Triumph die Gerechtigkeit hochleben lässt. Justitio wird es schnell genannt und erinnert noch Tage nach der Feier an den großen Sieg. Justitio wird zum beliebten Fotomotiv, in der Stadt rätseln die Menschen, wo er denn herkommt. Und bevor er zum absoluten Fotostar werden kann, ist er auch schon wieder weg. Nicht geklaut, nein, die Stadt hat ihn ins Museum gebracht. Ins Historische Museum nur ein paar Schritte entfernt vom Brunnen. Dort erinnert Justitio ab sofort an den Sieg der Gerechtigkeit von 2018. Direkt neben dem Frankfurt-Modell.

Auf das neueste – temporäre – Exponat im Museum ist einer besonders stolz: der Schöpfer des Holzmännchens, Uwe Grodd. Er hat Justitio schon vor dem Finale angefertigt und wollte ihn im Falle eines Gewinns auf den Brunnen stellen. Die Eintracht gewann – und der 64-Jährige stieg also am folgenden Sonntag um acht Uhr morgens auf eine Leiter und hob das Männchen auf das Podest des Brunnens. „Eigentlich wollte ich ihn noch verschrauben, hab mich aber dagegen entschieden“, sagt Grodd. „Damit er nicht kaputtgeht, falls ihn jemand mitnimmt.“ Er findet, es ist eine gute Lösung, dass sein Holzmännchen nun im Museum steht. Wer weiß, sagt er, wie lange Justitio mit seinen Waagschalen aus Thunfischdosen ohne dauerhafte Fixierung den Elementen getrotzt hätte.

Justitio ist zwar ein Einzelexemplar, aber er hat viele kleine Geschwister. In Grodds Wohnung stehen zahlreiche Mini-Versionen des Holzmännchens vom Brunnen. Vor 15 Jahren fing der Künstler – der unter anderem im Liebieghaus arbeitet – an, diese Figuren herzustellen. Q’es nennt er sie, der Name leitete sich vom englischen Wort queue für Schlange oder Reihe ab. Die Q’es stehen geordnet nach Mannschaften in Reih und Glied auf Holzbrettern. Immer elf Spieler. Da gibt es die deutsche Nationalmannschaft bei Grodd auf einem Brett. Das argentinische Team ist dabei. Und natürlich: Eintracht Frankfurt.

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